Wunschlos und Glücklich sind nicht nur Gefühle für dich.

Hach, dieses festliche Kurfürsten-Flair an jeder Ecke: Du kennst es, wenn du an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studierst – und damit an der ältesten Uni Bayerns (ja, vor München).

Auf dem Weg zu den in der ganzen Stadt verteilten Fakultäten kommst du ständig an monumentalen Großbauten vorbei. Dieses Rathaus! Dieser Dom! Diese Marienkapelle! Und diese Volksfeste, nach denen du schon öfter ordentlich angerauscht durch die Weinberge nach Hause spaziert bist.

Nicht nur das macht das Studieren in Würzburg aus – auch Situationen wie diese kennt wirklich jeder, der hier zur Uni geht:

Jeden Morgen aufs Neue: Du liebst das Gefühl des Triumphes, wenn du es auf dem Weg zur Uni geschafft hast, dich in den ersten haltenden Bus reinzuquetschen.

Während du in einem ganz normalen WG-Zimmer haust, betrachtest du auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Sanderring einen Prachtbau nach dem anderen. Nett!
Angekommen beim Campus Nord am Hubland bietet sich dir dann ein Bild des Grauens: Nebel, fiese Krähen, Einsamkeit.
Nicht weniger gruselig: die Phil. Hier hast du dich schon öfter verlaufen.

Natürlich hast auch du schon versucht, dein Frühstück in die Bib zu schmuggeln. Und natürlich hast du schon bemerkt, dass das Personal deinen Plan nicht unterstützt.

Das hier, ehm, ist etwas, das sich "Teppich" nennt. Es befindet sich in der Bib am Hubland und die sehr interessante Frage an dieser Stelle lautet: Wieso?

Als Medizinstudent gehörst du übrigens zu den "Ausgestoßenen", die jeden Morgen in den hintersten Stadtteil Grombühls pilgern müssen.

Als Nicht-Grombühl-Bewohner willst du es zwar nicht zugeben, aber der Grombühl-Kiosk macht das Viertel extrem cool.

Die Mensa meint es dann mittags sooo gut mit dir.

(Bild: Helen-Sophie Mayr)
Kai Pflaume ist dir deswegen ein Begriff, weil er der netten Mensa-Dame Martina geholfen hat, ihren Vater wiederzufinden.
(Bild: Screenshot: bento)

Auf dem Weg zur nächsten Vorlesung bleibt dir in der kleinen Passage links neben dem Dom der Atem stehen. Denn dort sitzt ein Creep in der Gegend herum, der aus unerfindlichen Gründen in die Luft starrt.

Aber: Du freust dich jedes Mal, wenn einer der Statuen auf der Alten Mainbrücke ein Bier ausgegeben wurde.

(Bild: Helen-Sophie Mayr)

Wunschlos und Glücklich sind nicht nur Gefühle für dich.

Du genießt die schöne Abwechslung: erst dem Prof lauschen, dann den Kinderstimmen in der Tram, die die Haltestellen ansagen.

Zwischen Mai und September stolperst du von einem Weinfest zum nächsten.

Der Start in die Nacht beginnt mit der Frage: Mexikaner oder Alexander?

Das Gefühl, nachdem du einen Kutscher im Tscharlies gekippt hast:

Am Ende der Nacht führen alle Wege in den "Biertümpel".

Danach maximal noch ein Abstecher ins "L".

Du wünschst dir heimlich, dass es den Pizza-Service Lammbock wirklich gibt.
Generell gilt: Du kaufst keine Flasche Wein, du kaufst einen Bocksbeutel.
Du hast mindestens einmal das "Boot" geentert.

Seitdem Alkohol am Zellerauer Mainufer verboten ist, triffst du dich für dein Feierabendbier beim Kutter und genießt dort die Abendsonne.

Und falls du fürs Wochenende keinen Plan hast, kannst du immer noch auf eines der unzähligen Volksfeste gehen.

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