Bild: Emojipedia
Die ultimative Antwort auf ungebetene Dick Pics!

Es gibt mittlerweile ganze 2823 verschiedene Emojis – nun werden es mit dem nächsten Update wieder mehr. Das Unicode Konsortium, das weltweit über die Einführung der Symbole entscheidet, hat neue Emoji-Varianten veröffentlicht, die 2019 das Licht der Handybildschirme erblicken sollen. (bento)

Insgesamt 230 neue Emojis sind geplant, auf die einzelnen Handysysteme kommen sie wohl im Herbst.

Mit dabei sind unter anderem:

  • Familien-Emojis, die nun auch verschiedene Hautfarben einzelner Familienmitglieder abbilden,
  • ein Flamingo
  • Mate Tee und 
  • sogar ein Faultier Emoji, der tapfer seinen Ast umklammert. (Emojipedia)

Ein spezielles neues Emoji wird aber die Zukunft des Online-Datings nachhaltig verändern. Dieses hier:

Das Emoji hießt "Pinching Hand" – also "kneifende Hand". Du könntest es verwenden, wenn dich deine Oma via WhatsApp fragt, wie viel Zucker du in den Kaffee möchtest. Oder wenn dein Dozent wissen will, wie weit du bei deiner Hausarbeit bist.

Wahrscheinlicher wird aber sein: Dieses Emoji wird die neue ultimativ entwaffnende Antwort auf Kerle, die ungefragt "Dick Pics" senden.

Twitter ist sich dessen schon einig:

Und was denkst du?


Fühlen

Wenn die Beine immer dicker werden: Viele junge Frauen haben ein Lipödem – wissen aber nichts davon
"Ich hatte Angst, mit 30 nicht mehr Laufen zu können"

Unförmig, hässlich, dick – so fühlen sich viele Frauen mit einem Lipödem. 

Ein Lipödem ist eine krankhafte Fettverteilungsstörung, derentwegen Frauen unnatürlich dicke Beine und Arme zu haben scheinen, während die Körpermitte relativ schlank bleibt. Sie beginnt für gewöhnlich, wenn die Frau hormonelle Veränderungen durchmacht, besonders oft in der Pubertät. Das Fett setzt sich fest und verschwindet dann einfach nicht mehr – auch nicht mit Diät oder Sport.

Zwischen 70.000 und 3.000.000 Frauen in Deutschland sollen Schätzungen zufolge betroffen sein – viele ohne es zu wissen. Denn das Lipödem wird bei jungen Frauen oft fehleingeschätzt und häufig fehldiagnostiziert

Wir haben mit zwei Menschen gesprochen, die sich mit dem Thema auskennen:

  • Stephie Schröter – Die Bloggerin, die sich auf ihren Social Media Plattformen Myra Snöflinga nennt, litt selbst jahrelang unter ihrem Lipödem und setzt sich aktiv für eine bessere Aufklärung und Behandlungen ein  – auf YouTube und auf ihrem Blog
  • Dr. Klaus Schrader – Der Lymphologe ist Vorsitzender des Berufsverbands der Lymphologen e. V. und behandelt als praktizierender Arzt seit Jahren Lipödeme.

1 Was ist ein Lipödem?

"1940 wurde von zwei US-Wissenschaftlern das Lipödem erstmals beschrieben", erklärt uns Schrader.

Ein Lipödem hat vier Kern-Symptome:

  1. Gerade bei eigentlich schlanken Menschen ist bei einem Lipödem das Fett am Körper sehr ungleich verteilt: Vor allem an den Beinen, Hüften, Po, vielfach auch an den Armen. Gleichzeitig sind Füße, Hände und die Körpermitte, also Taille und Bauch, nicht betroffen und bleiben schlank.
  2. Die betroffenen Körperstellen sind oft sehr schmerzempfindlich bei Druck oder Berührungen. Es gibt aber auch Fälle, wo die Schmerzen fehlen: "Wir wissen noch nicht, warum bei manchen Frauen über viele Jahre hinweg diese Schmerzen nicht auftreten, bei anderen innerhalb kurzer Zeit schier unerträglich werden", sagt Schrader.
  3. Im Laufe des Tages wird es schlimmer: die Beine werden nach längerem Sitzen oder Stehen schwer, schwellen an, spannen.
  4. Betroffene bekommen besonders schnell blaue Flecken an Armen und Beinen.

Das Problem bei der Diagnose: "Die geschilderten Symptome kommen auch bei anderen Gesundheitsstörungen vor." 

Doch die ungleiche Verteilung des Fetts ist das eindeutigste Zeichen für ein Lipödem. Ist die Frau vom Bauchnabel aufwärts eher schlank, spricht das für ein Lipödem: "Dann kann man die Unterschiede der Konfektionsgrößen zwischen Oberkörper und Beinen (oft zwei bis drei Kleidergrößen) eigentlich nicht übersehen", sagt Schrader. 

Und wie fühlt sich das an? Stephie Schröter, alias Myra Snöflinga, ist selbst betroffen. 

Bei ihr fing es mit Anfang 20 an, sagt die 29-Jährige heute: "Ich hatte immer sehr schlanke, durchtrainierte Beine. In meiner Kindheit und Jugend habe ich sehr viel Sport und auch Leistungssport betrieben. Zum Ende der Pubertät hatte ich dann zum ersten Mal Schmerzen in meinen Beinen."

Anfangs tat sie die Schmerzen ab. Aber es wurde immer schlimmer: "Ich hatte oft das Gefühl, dass die Beine von innen heraus platzen und schwer wie Blei sind. Dazu kamen blaue Flecken aus dem nichts, Krämpfe in der Nacht und die Berührungsempfindlichkeit."

Die Berührungsemfpindlichkeit beschreibt Stephie, als wäre sie übersäht mit blauen Flecken, die ja auch bei Berührung schmerzen. Die Kante von einem Stuhl, das bloße auf der Seite liegen oder im Schneidersitz sitzen, in die Hocke gehen, ganz normale Dinge waren plötzlich überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Auch Zärtlichkeiten von ihrem Freund taten plötzlich weh. 

Dann wurde es noch schlimmer: