Elena Cresci, 27, hat schon mehrmals in Deutschland gelebt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die sie einfach nicht begreift – und über die sie sich in den ersten Folgen unserer Satire-Kolumne "Germany, we need to talk!" bitterlich beschwert hat. Deutschen Tee zum Beispiel, die Unfähigkeit zu fluchen – und vor allem die Unart der Deutschen, andere Menschen anzustarren. Denn das würde sie als höfliche Britin natürlich niemals tun! (Zumindest nicht offen...)

Inzwischen ist Elena zurück in London, und sie stellt fest: Es gibt doch ein paar Dinge, die sie vermisst – ausgedehnte Mittagspausen zum Beispiel. Oder die deutsche Direktheit. Denn die Deutschen sagen einfach, was sie denken, und labern nicht ewig um den heißen Brei herum (so wie Elenas Landsmänner und -frauen).

Alle Folgen von "Germany, we need to talk!" zum Durchklicken:
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Du bist, was du sprichst: Wie Fremdsprachen unsere Persönlichkeit verändern
Wissenschaftler glauben, wir geben uns je nach Sprache ganz anders.

Wer schon einmal für ein paar Monate im Ausland war, kennt es: Wir kommen als andere Menschen zurück. Egal, ob wir nur froh sind, zurückzukehren oder danach alles langweilig wirkt – die Zeit in der Ferne verändert uns.

Das liegt keineswegs nur an den günstigen Cocktails, der warmen Abendsonne oder den Knutschereien auf der Erasmus-Party – sondern oft auch direkt an der Sprache. Das vermuten zumindest Wissenschaftler aus den USA. Denn wenn es stimmt, was sie sagen, verändern wir mit jeder neuen Sprache auch unsere Persönlichkeit. (QZ)