Bild: EPA/Attila Kovacs
Okay. That escalated quickly...

Och, sind die süüß! – Es gibt Tiere, die können scheinbar nichts falschen machen. Delfine sind die Lieblinge aller Kinder, Katzen regieren das Internet. Eulen und Füchse inspirieren ganze Festivals. Süß.

Dabei gibt es genügend Gründe, weshalb viele Tiere nach menschlichen Maßstäben eigentlich vollkommen verkorkst sind. Sie ficken mit Abwasserrohren, machen besoffen Randale oder töten aus Langeweile. Doch wer macht was?

Diese 11 Lieblingstiere sind am schrägsten:
Platz 11: Meerschweinchen essen Kacke

Zum Einstieg die wohl harmlosesten Haustiere der Welt: Meerschweinchen. Und nein, sie sind nicht wirklich pervers oder unbekannterweise grausam. Meerschweinchen sind die meiste Zeit ihres Lebens einfach nur langweilig. Kleine Ausnahme: Die Essgewohnheiten der Nagetiere. Meerschweinchen fressen nämlich nicht nur Salat und Heu, sondern auch Kot. Ihren eigenen.

Wissenschaftler schätzen, dass das vor allem geschieht, um Mineralstoffe besser verwerten zu können. Recycling quasi. Sind sie krank, fressen sie auch mal den Kot ihrer Artgenossen, um wieder fit zu werden (BBC). Was zur..?

(Bild: Imgur )
Platz 10: Fledermäuse geben Blowjobs

Es gibt genau drei Arten, die regelmäßig Oralsex haben: Menschen, Schimpansen – und Fledermäuse. Flughunde, um ganz korrekt zu sein. Warum sie das machen, konnte wissenschaftlich bislang nicht sicher geklärt werden. Beliebte Theorien sind, dass der Speichel desinfizierend wirkt. Oder der Sex so länger dauert und erfolgsversprechender verläuft. Ob sie es immer Überkopf machen, ist übrigens nicht bekannt. Vielleicht tun sie es aber auch einfach, weil es sich gut anfühlt (Spiegel).

(Bild: Giphy )
Platz 9: Otter erpressen sich gegenseitig

Hello from the otter side! Otter sind seit einiger Zeit die neuen Lieblinge für alle, denen Delfine zu glitschig und Katzen zu Mainstream sind. Doch was viele nicht wissen: Otter werden regelmäßig kriminell. Denn die Tiere haben einen enormen Nahrungbedarf. Im Schnitt fressen sie täglich ein Viertel ihres eigenen Gewichtes. Um auf diese Menge zu kommen, entführen viele Männchen regelmäßig Jungtiere, um von den Müttern Nahrung zu erpressen.

Bonus: In Südamerika gibt es zwei Meter große Riesenotter, die Jagd auf Alligatoren machen. Im Rudel. Immerhin ein Gegner, der nicht kleiner oder ganz so hilflos ist – aber irgendwie auch ziemlich gruselig (National Geographic).

(Bild: Pixabay)
Platz 8: Löwen haben keine Work-Life-Balance

Löwen sind praktisch die McKinsey-Manager der Tierwelt – kaum eine Art hat eine so schlechte Work-Life-Balance. Die Konkurrenz ist knallhart. Sind sie nicht gerade am Schlafen, geht es nur um Macht und Stärke. Denn setzt sich ein Männchen einmal an die Spitze, hält das oft nicht lange.

Spätestens nach zwei bis drei Jahren werden die meisten von ihren Artgenossen getötet oder ins Exil gemobbt. Dort wandern sie dann für den Rest ihres durchschnittlich zwölfjährigen Lebens alleine umher – zerrupft, ausgebrannt und einsam (National Geographic).

(Bild: Imgur )
Platz 7: Enten töten sich oft beim Vorspiel

Enten zeigen uns, dass man auch ohne Pfoten oder Greifwerkzeuge touchy sein kann. Manchmal hat das sogar tödliche Folgen. Denn in der Paarungszeit jagen oft ganze Gruppen von Männchen einem Weibchen hinterher.

Um endlich zum Zug zu kommen, wird das Weibchen dabei oft instinktiv unter Wasser gedrückt. Wissenschaftler schätzen, dass rund zehn Prozent aller weiblichen Stockenten beim Vorspiel ums Leben kommen (Planet Wissen).

Platz 6: Elche machen besoffen Randale

Nirgendwo in Europa ist Alkohol so teuer wie in Skandinavien. Ausgerechnet Elche haben aber einen Weg gefunden, wie man dennoch kostenlos betrunken wird: Indem man vergorenes Obst isst. Das liegt im Herbst kiloweise auf den Landstraßen Nordeuropas. Die Elche werden davon aber nicht nur betrunken, sondern auch noch halbstark. Immer wieder randalieren sie in auch in Wohnsiedlungen (Radio Schweden).

(Bild: Giphy )
Platz 5: Katzen töten aus Langeweile

Dass viele Menschen ihr Haustier "Stubentiger" nennen, kommt nicht von ungefähr: Auch Hauskatzen sind kleine Raubtiere, wenn auch oft erbärmlich schlechte. Viele von ihnen gehen noch immer auf die Jagd – allerdings nur zum Zeitvertreib. Ihre Beute fressen sie oft gar nicht, weil die meisten viel zu überfüttert sind. Manchmal reicht ihr Ehrgeiz noch nicht einmal, um Beutetiere zu töten.

Im Gegenteil: Viele Katzen scheinen es zu genießen, noch einige Stunden mit einem halbtoten Vogel herumzuspielen. Das ist nicht nur grausam, sondern hat auch für die Natur weitreichende Folgen: Experten schätzen, dass durch Hauskatzen bislang über 30 Vogelarten ausgerottet wurde (Spektrum).

Platz 4: Mexikanische Kühe sind im Rausch

Alle kauen, keiner isst – dieses Festival-Phänomen gibt es auch bei Tieren. Im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA gibt es nicht nur auffällige viele Wohnmobile, sondern auch berauschte Kühe. Denn in der Gegend wachsen besonders viele "Locoweeds", Pflanzen, die auf Weidetiere wie Drogen wirken. Die Folge: Kühe wirken besonders aufgedreht, springen wie wild über die Weide und werden mit der Zeit auch süchtig. Genau wie die Kunden von Walter White... (BBC).

Platz 3: Möwen töten Wale

Spätestens seit Hitchcock müssten wir eigentlich wissen, dass viele Vögel irre sind. Doch Möwen sind in Wahrheit völlige Psychopathen: Möwen reißen lebenden Walen den Rücken auf. Möwen. Walen! Dafür nutzen die Möwen die Auftauchpause und landen auf dem Rücken der Tiere. Anschließend picken sie (durch Schmutz oft tödliche) Löcher in die Körper der Wale und fressen daraus. Einfach nur, weil sie es können.

Doch es geht leider noch viel schlimmer: An der Atlantikküste von Namibia haben Forscher beobachtet, wie Möwen gezielt Seehundbabys umbringen. Die Möwen picken ihnen dafür die Augen aus und warten ab, bis sie verenden. Danach fressen sie bevorzugt die Inneren, wissen Wissenschaftler (SWR 2).

Platz 2: Pinguine haben Sex... mit Steinen

Wenn es um sexuelles Vergnügen geht, sind Pinguine eiskalt. Haha, kleines Wortspiel! Die tollpatschigen Tiere sind nicht nur süß, sondern auch notorisch untervögelt. Noch eins! Doch kommen wir zu den Fakten: Um ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen, nutzen männliche Pinguine in der Not auch Steine. Oder die gefrorene Leichen verstorbener Artgenossen. Ja, ernsthaft.

Der Vogelexperte George Levick war 1912 von diesen Beobachtungen so schockiert, dass er sie in seinem offiziellen Expeditionstagebuch wieder herausstrich. Erst über 100 Jahre später kamen seine Aufzeichnungen ans Licht (Spiegel).

Platz 1: Delfine haben Sex... mit allem

Kein Tier auf dem Planeten treibt es jedoch so wild wie Delfine. Das gilt wortwörtlich: Die Meeressäuger verbringen einen Großteil ihres Lebens mit Vorspiel, Sex und Selbstbefriedigung. Dabei gibt es wenig Grenzen, weder moralisch noch biologisch. Die Delfin-Expertin Georgie Cranmore sagt: "Sie versuchen es mit allem, und es muss nicht einmal lebendig sein. Sie tun es auch mit einem Abflussrohr" (BZ). Jap.

(Bild: Giphy )

Wenn die großen Tümmler ansonsten nicht gerade aufmerksamkeitsgeil um Kreuzfahrtschiffe springen, werden sie schon auch mal dabei beobachtet, wie sie sich mit lebenden Aalen selbstbefriedigen (Welt). Der Tiefpunkt ist jedoch dieses Video, das einen Delfin beim Sex mit einem kopflosen Fisch zeigt. Du solltest es nicht ansehen. Tu es nicht!

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