Jennifer Lopez sitzt mit angewinkelten Beinen in einem schwarzen Badeanzug auf ihrem Bett. Knallroter Lippenstift, Kussmund, Spiegel-Selfie, die linke Brust fällt fast raus. Ein Star.

Ungefähr so sitzt auch Celeste Barber, eine australische Komikerin, auf ihrem Bett. Nur dass es bei ihr aussieht wie bei den meisten von uns. Keine schneeweißen Kissen, dafür etwas zerknautschte, die schon länger nicht mehr in der Wäsche waren.

Kein aalglatter Körper ohne ein Gramm zu viel, dafür hier und da eine Falte – und ein zerzauster Zopf, eine 10-Sekunden-Frisur.

Das sind die neusten Bilder von Celeste Barber – zum Klicken:
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Barber hat sich auf Instagram darauf spezialisiert, auf den Hollywood-Hype nichts zu geben. Fotos von Superstars, die sie im Internet findet und die nach Glitzerglitzer aussehen, stellt sie nach, indem sie den Glamour in ihren Alltag zerrt – anschließend ist nichts mehr von ihm übrig.

Celeste macht das schon länger, doch so viel Erfolg wie jetzt hatte sie damit noch nie. Mittlerweile hat sie 1,3 Millionen Follower. Als wäre sie selbst ein Star.

Kylie Jenner posiert im schimmernden Hochglanz-Bad mit neuem Bikini: Celeste posiert in ihrem ganz normalen Bad, im Hintergrund benutzte Handtücher und Toilette.

Kim Kardashian zeigt sich kurz nach dem Aufstehen mit perfekt gezogenem Lidstrich und geglättetem Haar – Celeste zeigt sich kurz nach dem Aufstehen mit leicht fettigem Haar und dem ein oder anderen Pickel im Gesicht. Kennen wir alle.

Scheiß' drauf!
Celeste

Hinter Celestes Fotos steckt Kritik am Schönheitswahn, an den lächerlichen Inszenierungen von Schwerreichen.

Celeste präsentiert ein neues Idealbild – und tröstet damit auch alle, die manchmal nicht umhin kommen, sich mit den übertrieben Schönen zu vergleichen. Jedes der Fotos schreit: Nehmt euch alle nicht so ernst!

Celeste feiert ihren Alltag, ihre Gewöhnlichkeit. Die Party kommentiert sie wohltuend bissig: "Trainieren wie ein Engel? Scheiß' drauf!"


Trip

Wie Israelis auf Reisen eskalieren, um ihren Wehrdienst zu verarbeiten

Tal hat gelernt, überall zu schlafen, im Sitzen, für Sekunden, im Stehen, sogar als er seinen Trupp am helllichten Tag querfeldein führen musste, ist er plötzlich aufgewacht und konnte sich nicht erinnern, wie er die letzten zwei Kilometer marschiert war. "Es gibt zig Fotos von mir, die mich in jeder erdenklichen Pose beim Schlafen zeigen", sagt er. Kurzgeschorene Haare, Uniform der israelischen Armee, auf manchen Bildern lehnt eine M16 zwischen seinen Beinen.