Normalerweise fährt James Corden mit seinen "Carpool Karaoke"-Gästen einfach durch irgendwelche Straßen in irgendwelche Städten. Die Umgebung ist zweitrangig; wichtig ist, was im Inneren des Autos passiert. Und normalerweise sitzen neben Corden einfach irgendwelche Stars und Sternchen: von Adele über JLo und Gwen Stefani bis zu den Red Hot Chili Peppers.

In der aktuellsten Ausgabe der "Carpool Karaoke" ist das anders: Diesmal fährt Corden mit seinem großen schwarzen SUV auf das Gelände des Weißen Hauses in Washington. Dort steigt keine Geringere als Noch-First-Lady Michelle Obama ein. Angeblich hat sie gerade ein bisschen Zeit, um dem "Special Guest" das Weiße Haus zu zeigen.

Natürlich kommt irgendwann die obligatorische Frage: "Do you mind if we listen to some music?", diesmal gestellt von Gast Michelle Obama. Wirklich eindrücklich sind an dieser "Carpool Karaoke" aber nicht die Gesangs- und Tanzeinlagen von Moderator und First Lady, sondern die ziemlich ehrlich klingenden Antworten von Michelle Obama.

Als James Corden sie fragt, wann sie zum letzten Mal laut im Auto gesungen habe, erzählt sie von einer Fahrt mit ihrer Tochter. Es sei die einzige in ihren siebeneinhalb Jahren als First Lady gewesen, bei der sie auf dem Beifahrersitz gesessen habe und – wörtlich – "abrocken" konnte: "That was the only time in seven and a half years that I've been in the passenger seat listening to music, rocking out like this."

Klar, für die First Lady der Vereinigten Staaten ist normalerweise der Rücksitz einer Limousine mit Chauffeur vorgesehen.

Auf die Frage, was sie nach dem Ende der Amtszeit ihres Mannes am meisten vermissen werde, antwortet Michelle Obama: die Menschen. "I'm gonna miss the people. ... To walk away from people that you see every single day, that's gonna be hard."

Der 24-Stunden-Room-Service sei zwar "nice", irgendwann sei es aber auch genug mit dem Luxus, sie könne schließlich ihr eigenes Sandwich machen: "Seven and a half years, that's enough luxury. I can make my own grilled cheese sandwich." Als die beiden dann Beyoncés "Single Ladies" singen, bekommt man ein Gefühl dafür, wie Michelle Obama die neue Freiheit genießen wird.

Als irgendwann Missy Elliot ins Auto steigt, rückt das Singen und Herumblödeln aber leider auch in dieser Ausgabe in den Vordergrund. Stattdessen hätte man sich als Zuschauer noch mehr Einblicke in das Leben einer Präsidentenfamilie gewünscht.

Natürlich ist Michelle Obamas Auftritt in der "Carpool Karaoke" Teil der perfekten Inszenierung der Obama-Familie. Trotzdem: Es ist ein schöner Abschied von einer First Lady, die wir bestimmt alle ein bisschen vermissen werden.

Hier ist das ganze Video

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