Bild: Gandul

Egal, ob und wie das Brexit-Votum umgesetzt wird – das Referendum hat schon jetzt Europa verändert. Europäische Politiker geben sich beleidigt, Großbritannien selbst zweifelt auch, ob der Ausstieg wirklich richtig war.

Die Alten sind eher für den Brexit, die meisten Jungen dagegen. Ausländer in Großbritannien beklagen ein fremdenfeindliches Klima. Dazu kommen viele Briten, die keine Lust mehr auf ihr Land haben, allen voran die Schotten.

Jetzt gibt es ein Land, das sich der Briten annehmen will, die gegen den Austritt aus der EU sind: Rumänien!

Die Website "Romanians adopt Remainians" bietet Kontaktformulare für beide Seiten. Augenzwinkernd werden Rumänen aufgefordert, ausreisewillige Briten zu adoptieren. Wer noch an ein geeintes Europa glaubt und keine Lust mehr auf das Inselwetter hat, soll sich einfach vorstellen:

(Bild: Screenshot Gandul)

Hinter der Website steckt die rumänische Nachrichtenseite Gândul, zu deutsch: "Gedanke". Eine wirkliche Adoptionsplattform ist es also nicht, sondern nur ein Social-Media-Scherz.

Damit hat Gândul bereits Erfahrung: Schon vor drei Jahren startete die Seite #whydontyoucomeover, eine Werbekampagne, die Briten ermuntern soll, sich doch mal Rumänien anzusehen.

#Whydontyoucomeover hatte einen ersten Hintergrund

Britische Politiker hatten kurz zuvor eine eigene Werbekampange initiiert, die rumänische und bulgarische Arbeiter von der Migration nach Großbritannien abhalten sollte. Der Slogan:

"You won't like it here" ​

Das Ziel sei es, den Migranten klarzumachen, dass "unsere Straßen hier nicht mit Gold gepflastert sind", sagte ein Minister damals ("The Guardian"). Eine Anti-Zuwanderungs-Kampagne also. Die rumänischen Journalisten fanden den mit Vorurteilen gespickten Ansatz nicht lustig und antwortet mit einer Jobbörse, dank der Briten auch Angebote in Rumänien finden konnten.

(Bild: Screenshot Gandul)

Um die nicht ganz ernst gemeinte Börse bekannt zu machen, stellte Gândul unter #whydontyoucomeover Plakate vor. Natürlich auch voller Großbritannien-Klischees.

So wollte Rumänien die Briten ins Land locken:
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