AfD-Rechtsaußenfreak Björn Höcke hat in Dresden eine Ruckrede gehalten. Irgendwas mit Preußen. Und vollständigem Sieg. Und weniger Gedenken an den Holocaust. (Die Rede ist eine gezielte Provokation. Was er gesagt hat, erklären wir hier.)

Was er auch gesagt hat: "Wir müssen nichts weniger als Geschichte schreiben." Wie immer, wenn uns jemand etwas vorschreiben will, sind wir natürlich vorbehaltlos dabei. Endlich wieder müssen! Lasst uns Geschichte schreiben! Wir wissen auch schon, wie.

Hier sind 30 Dinge, die wir jetzt ganz dringend müssen:
1. Rechtzeitig den gelben Sack rausstellen.
2. Die Oma besuchen – oder wenigstens anrufen.
3. Unseren Freunden sagen, warum sie so großartig sind.
4. Sagen, wenn uns was nicht passt.
5. Und sagen, wenn uns was passt.
6. Knutschen.
7. Und dann Tanzen gehen.
8. Verkatert zur Arbeit kommen und dann mit den Kollegen Pommes essen.
9. Der Nachbarin mit dem Kind beim Selterkisten-Hochtragen helfen.
10. Der alleinerziehenden Freundin die Wohnung durchsaugen, damit sie auch mal zur Ruhe kommt.
11. Selbst zur Ruhe kommen.
12. Dieses Projekt angehen, das uns schon lange im Kopf rumschwirrt.
13. Einen ganzen Tag lang Netflix gucken – ohne schlechtes Gewissen.
14. Im Wald spazierengehen. Oder am Strand. Oder um den Block.
15. Das Handy weglegen. Wenigstens kurz.
16. Uns aufregen.
17. Uns viel weniger aufregen.
18. Bei uns selbst sein.
19. Mit anderen zusammen sein.
20. Kochen. Zum Beispiel das Limonen-Risotto mit Trüffel oder Nudeln mit Pesto.
21. Kochen lassen. Und alles auf der Karte bestellen.
22. Endlich den Städtetrip nach Lissabon machen. Oder mit der Fähre nach Sankt Petersburg.
23. Die eigene Stadt neu entdecken. Mit dem Bus bis zur Endstation fahren und das Viertel erkunden.
24. Lachen – bis alles weh tut.
25. Lieben – bis alles weh tut.
26. Etwas Neues ausprobieren: Stricken, Stepptanzen oder Surfen.
27. Offen sein. Für Andere.
28. Und dich selbst.
29. Nachtisch bestellen.
30. Uns nicht von Brandstiftern vereinnahmen lassen.
(Bild: Giphy )

Today

Björn Höcke rückt die AfD in die rechtsextreme Ecke
Die Partei radikalisiert sich weiter

Die AfD steht auf Grenzen. Für Flüchtlinge sollen sie zu bleiben, innerhalb Europas sollen sie wieder bewacht werden. Für die Partei selbst gelten hingegen andere Maßstäbe: Grenzüberschreitungen so oft wie möglich.

Es ist erklärtes Ziel der Rechtspopulisten, den Wahlkampf 2017 mit gezielten Provokationen und Tabu-Brüchen aufzurütteln. So steht es in einem Strategiepapier, das der AfD-Bundesvorstand beschlossen hat (n-tv). Es ist ein Wahlkampf wie bei Donald Trump: laut, aggressiv, ohne Rücksicht. So kommt die AfD immer wieder ins Gespräch.