Drin screamed and cried out for the big lizard to let her go or just kill and eat her, either of which would be preferable to being torn apart by its cock. There was no response from the creature save for a gentle lowering of her body toward that massive phallus.
Christie Sims - "Taken by the T-Rex"

Das Zitat stammt aus "Taken by the T-Rex", einem Dinosaurier-Porno der Autorin Christie Sims.

Und vielleicht braucht es noch mal eine grobe Übersetzung, um das wirklich zu begreifen: Drin, eine Steinzeitfrau, wurde von einem Tyrannosaurus Rex in die Enge getrieben. Jetzt hofft sie, "in Ruhe gelassen oder einfach getötet und gegessen zu werden, was beides besser wäre, als von seinem Schwanz zerstört zu werden". Die Echse reagiert freundlicherweise, indem sie Drins Körper "sanft in Richtung des massiven Phallus senkt".

Insgesamt passiert in dem Buch nicht viel mehr, es ist nur 5800 Wörter lang. (Zum Vergleich: Diese bento-Story hat etwas weniger als 1000 Wörter.)

Trotzdem wird "Taken by the T-Rex" im Netz seit Jahren gefeiert – es ist ein Meilenstein des "Dino Porn".

"Dino Porn" ist eine Unterart des "Beast Porn", einer Fantasie, in der es Menschen mit Fabelwesen, Monstern und anderen sonderbaren Kreaturen treiben. In der Regel sind es starke und selbstbewusste Frauen, die mit den Männern in ihrem Umfeld nicht viel anfangen können. Oder Männer, die ihre homoerotische Seite entdecken. Dann kommt immer das Monster – halb Bedrohung, halb Erlösung.

Die Buchtitel gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, mit Raptoren, Orks, Einhörnern. Und mit Igeln:

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Zu den Stars der Szene gehören die Autorinnen Alara Branwen und Christie Sims. Vor drei Jahren begannen sie, "Dino Porn" als E-Reader bei Amazon anzubieten, Hunderte Kurzgeschichten sind entstanden. Branwen und Sims hatten sich während des Studiums in Texas kennengelernt und sich ein Zimmer geteilt. Beide sind heute Ende 20, die Namen sind Pseudonyme. ("New York Magazine")

So albern man die Literatur finden kann, einer gewisse Zielgruppe hilft sie beim Träumen.

Die Medienwissenschaftlerin Clarissa Smith forscht über Pornos. Die Dino-Bücher würden viele verschiedene Gelüste befriedigen, sagte sie dem "Guardian". "Es ist ein bisschen wie Magie, alle Regeln heben sich auf." Fans des Genres würden sich Verbotenes und Unmögliches vorstellen – und so Gelüste befriedigen, die sie sich bislang nicht getraut haben, auszusprechen.

Für die Fans treffen die Bücher einen Nerv, das lassen zumindest die Rezensionen auf Amazon vermuten. Lobpreisungen für "authentische Schilderungen" sind genauso darunter wie Kritiken über schlechten Schreibstil.

Das sagen Leser auf Amazon über "Beast Porn":
"Es ist sehr selten, akkurate Schilderungen von Dinosaurier-auf-Frau-Sex zu finden. Wem es – wie mir – zunehmend schwer fällt, Befriedigung alter Gelüste zu finden, dem sei dieses literarische Meisterwerk empfohlen." Hermaphlodon über "Taken by the T-Rex"
"Die Beschreibungen sind richtig gut – nicht nur beim Sex, sondern auch von der Umgebung, den Leuten, der Aktion und dem Triceratops im Allgemeinen. Übrigens: Es gibt nicht so viel Gewalt, nur der Triceratops verletzt sich sein Horn. Das tat mir leid." Unbekannt über "Ravished by the Triceratops"
"Der Höhepunkt hat mich atemlos gemacht. Ich hätte das so nicht erwartet und habe sicher die eine oder andere Träne verdrückt." Loopy Loo über "Under a Werewolf Moon: Adventures of a Randy Elfmaid"
"Das ist ein extrem, und ich meine extrem, schlecht geschriebenes Buch. Es hat Grammatikfehler durch und durch, aber nicht mal ein talentierter Verleger könnte ihr was retten." J. Peters über "A Billionaire Dinosaur forced me Gay"
"Ich habe das Buch schon mehrmals gelesen und bin immer wieder beeindruckt, aus wie vielen Perspektiven man es sehen kann: Du kannst die starke Frau sein, die so ziemlich jeden niedermetzelt oder aber die freche Schlampe, die alle bezirzt und manipuliert." Shon Richards über "Princess to Pleasure Slave Adventure: The Dungeon of the Monster Breeder"
"Absolut überragend. Die hilfreichste Erotica, die es gibt. Dieses Buch machte mich in wenigen Minuten scharf, ein großer Spaß für alle Geschlechter und Alter." Ryan McGoldrick über "In the Velociraptor's Nest"
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Gerechtigkeit

Warum in Südkorea junge Frauen gerade auf die Barrikaden gehen

Wenn Shin Hwa-Yong an den Mord vom 17. Mai denkt, steigt in ihr immer noch die Wut auf. Wut darüber, dass an diesem Tag in Seouls berühmten Ausgehviertel Gangnam eine 23-jährige Studentin brutal getötet wurde. Der mutmaßliche Täter attackierte sie in der Unisex-Toilette einer Bar. Mehr als eine Stunde hatte er dort laut Polizei auf sein Opfer gelauert.

Als die junge Frau schließlich die Toilette betrat, stach er mit einem Messer auf sie ein. Bei der Festnahme sagte der 34-jährige Verdächtige, er habe die ihm unbekannte Frau nur getötet, weil sie eine Frau sei. Und er sich schon immer von Frauen missachtet gefühlt habe.