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Hier seht ihr das Video und die Reaktionen darauf.

"Und jetzt Partyyyy!" – so ausgelassen nimmt man Verkehrsminister Andreas Scheuer im Bundestag nicht wahr. Der Mann, der vielen Menschen wohl eher als der Typ mit der Brille, der auf Pressekonferenzen immer hinter Horst Seehofer steht, bekannt ist, hat am Samstag gezeigt, dass auch in ihm ein Partymensch steckt.

Der Bundesverkehrsminister ist überraschend auf der Wiedereröffnung einer Passauer Disco aufgetaucht. Dabei hat er neben einer kleinen Tanzeinlage auch noch als DJ aufgelegt.

Vom Mischpult aus rief er: "Keine Politik heute, keine Reden – ich habe ein paar Freunde mitgebracht. Und jetzt: Partyyyy!"

Hier seht ihr den PR-Auftritt für die Disko:

Manche feiern den Auftritt von Andreas Scheuer als menschennah.

Anderen scheint er jedoch nicht zu gefallen.

Die CSU hat kurz vor der Bayernwahl am 14. Oktober mit schlechten Umfragewerten zu kämpfen. Laut der "Forschungsgruppe Wahlen" liegt sie bei aktuell 35 Prozent und würde ihre Absolute Mehrheit im Landtag verlieren.

Zudem sind viele Menschen mit dem Diesel-Deal unzufrieden, bei dem Scheuer als Bundesverkehrsminister mitverhandelt hat. Bei der Nachrüstung ihrer Autos sollen Betroffene nämlich selbst 20 Prozent mitbezahlen. (SPIEGEL ONLINE)


Gerechtigkeit

Marine von Marokko schießt auf Geflüchtete
Zwei Fragen zu dem bewaffneten Angriff

Die Marine von Marokko hat am Dienstag im Mittelmeer auf ein Boot mit Geflüchteten geschossen. Dabei tötete sie eine Frau. Laut marrokanischen Behörden seien drei weitere Menschen verletzt. (SPIEGEL ONLINE)

Was ist passiert?

Der Angriff passierte den Angaben zufolge nahe M'diq-Fnideq bei der Hafenstadt Tanger.

Die Behörden sagen, sie seien gezwungen gewesen, das Feuer zu eröffnen. Das Rennboot, das von einem Spanier gesteuert wurde, habe nicht auf ihre Anweisungen reagiert.

Vier Menschen wurden verletzt, eine von ihnen starb wenig später im Krankenhaus. Der Spanier wurde festgenommen.

Wie ist die Lage vor Ort?

Italien verweigert Geflüchteten über das Mittelmeer die Einreise. Deshalb machen sich mehr Menschen auf den Weg nach Spanien. Der Abstand zwischen Marokko und Spanien beträgt in der Straße von Gibraltar stellenweise nur 14 Kilometer.

In Marokko liegen die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. Diese gehören zum Staatsgebiet Spaniens.

Die spanische Regierung verlangt von Marokko, Ausreisen von Geflüchteten zu verhindern. Seit Jahresbeginn soll das nordafrikanische Land 54.000 Menschen an der Reise in die EU gehindert haben.