Nichts ist toxischer, als seine Zeit mit dem Stalken von verhassten Menschen zu verschwenden. Es macht nicht nur wütend und unglücklich, sondern hat auch einen negativen Einfluss auf das Selbstwertgefühl. Von der verschwendeten Lebensenergie, die wir für das Herziehen über andere aufwenden, mal abgesehen.

Lust, sich von einer schädlichen Smartphone-Gewohntheit zu verabschieden? Dann lass diese acht Personen gehen. Für immer.

1. Die neue Freundin deines Exfreundes

Was kommt aus dem Nichts und verpasst dir einen Schlag in die Magengrube? Ein Foto, das deinen Ex mit seiner Neuen zeigt. Dummerweise hat er sie auch noch auf dem Urlaubsschnappschuss markiert, was deine Stalkingfähigkeiten geradezu herausfordert.

Fünf Stunden später hast du nicht nur ihren kompletten Feed durch, sondern auch die Konzerte auf YouTube nachgesehen, die sie vor drei Jahren gegeben hat.

Die beste Lösung? Augen auf und durch. Nachdem du das Unvermeidliche gesehen hast, verstaust du das Geschehene in der unteren Schublade deines "None of my Business"-Kästchens und sperrt sie.

2. Dein "Hate-Follow"

Alles, was dein Hate-Follow postet, regt dich auf. Du hast die Person vor zwei Jahren auf einer Hausparty deines Kollegens Marco kennengelernt und bist ihr seither aus unbekannten Gründen nicht entfolgt. Jedes Mal, wenn du ein Foto von deinem "Hate-Follow" siehst, möchtest du das Internet töten.

Ständig ist dein Hate-Follow am Rumposen, auf kostenlosen Filmpremieren mit Matthias Schweighöfer und trinkt Sekt in Flagship-Stores. Zu allem Überfluss ist sie auch noch verdammt erfolgreich damit. Wenn du dem heimlichen Objekt deiner Begierde in der Stadt begegnest, wechselst du die Straßenseite.

Jetzt mal ehrlich? Das macht doch keinen Spaß. Weg damit. PS: Du solltest auch aufhören, Screenshots von dem Account an deine fünf besten Freunde zu versenden. Lästern macht es nur noch trauriger.

3. Die Schulfreundin, deren Nachnamen du vergessen hast

Neben ihrem kürzlich erworbenen Diplom postet sie Fotos vom Gemüsegarten und nachdenkliche Sprüche mit Bildern. Ihr habt euch seit sechs Jahren nicht mehr gesehen (Aus Gründen) und sprecht selbst auf Klassentreffen schon lange nicht mehr über "die guten alten Zeiten". Jedes ihrer Bilder langweilt dich zumindest genauso zu Tode wie ihre Gespräche über die Zukunft der Finanzwirtschaft.

Das mit euch beiden? Kannste knicken. Next.

4. Dein Ex, der Friedensaktivist

2013 habt ihr euch geschworen, niemals wieder getrennte Wege zu gehen, drei Jahre später sitzt du wieder alleine auf der Hollywoodschaukel deiner Eltern. Erwachsene würden sagen, ihr "hättet euch eben verändert".

Während er in Amsterdam studiert, sitzt du in einer Kleinstadt fest und fragst dich, wer diese neuen Menschen in seinem Leben sind. Warum er sich plötzlich vegan ernährt. Wieso er sich jetzt für die Rettung der Weltmeere interessiert und gleichzeitig in dieser unfassbar teure Wohnung lebt. Auf Facebook schreibt ihr euch alle fünf Monate. Aus Höflichkeit.

Nachdem du seine Fotos durchgesehen hast, ist dein Selbstbewusstsein im Keller. Heimlich denkst du: "Was wäre wenn?" Dabei ist die Antwort längst klar: Du bist abhängig, von der negativen Nostalgie, die deinen vom Liebesentzug vernachlässigten Körper beim Stalken durchflutet.

Lass ihn los, auch im digitalen Leben.

5. Dein Internet-Crush

Während du noch nicht dazugekommen bist, dir das jüngste Suhrkamp-Standardwerk auf Amazon zu bestellen, hat er es bereits vollständig auf seinem Blog rezensiert. Er ist nicht nur klug, sondern auch deine letzte Hoffnung in einem von Beauty-Accounts verseuchten Internet.

Einziges Manko: Wenn du seine Fotos kommentierst, kommt nie etwas zurück. Irgendwann hat sich deine Bewunderung ganz automatisch in Ablehnung verwandelt. Plötzlich sind seine geistreichen Beiträge auch nichts mehr als narzisstischer Internet-Bullshit. Du hast dich entliebt und bist nur geblieben, um dich von deiner neu gewonnen Selbstsicherheit zu überzeugen.


Du weißt, was jetzt zu tun ist.

6. Den Back-"Ich habe keinen Job"-Packer ohne Existenzsorgen

Wie macht der das? Heute Istanbul, morgen Ajman, in drei Wochen schon in Singapur. Eigentlich studiert er ja Kunst an einer dieser Akademien, die ihre Pforten nur für Künstlerkinder öffnen. Zumindest steht das in seiner Bio.

Hauptberuflich ist er jetzt Travel-Blogger und hat sich zum Ziel gesetzt, lokale Tuk-Tuk-Fahrer mit seiner Go-Pro in den Wahnsinn zu treiben.

7. Die Mode-Bloggerin

Die Self-Made-Modebloggerin versucht seit Jahren erfolglos das, was alle machen: Beeren zum Frühstück essen, bei Hay einkaufen und teure Seifen ins Badezimmer stellen. Da sich mit hippen Klamotten alleine kein Geld verdienen lässt, ist sie sich keiner Kooperation zu schade und würde eher für Dosenthunfisch werben als eine Woche mit ihren Freunden zu verbringen.

Tu ihr und dir den Gefallen: Unfollow. Auch, wenn du bereits süchtig nach ihrer Selbstbeweihräucherung bist.

8. Der Partyking

Shots, Shots, Shots. Er lebt nur für das eine: Die nächste Party. Schon nachts postest er die besten Fehltritte des Abends, noch bevor sich die anderen daran erinnern können. "Life is a party" steht nicht nur in seiner Insta-Bio, sondern auch auf seinem Unterarm. Das Motto hat sich in den letzten sieben Jahren nicht geändert.

Selbiges gilt für die Party-Routine. Während er ein Foto seines Gin-Tonics postet, schläfst du auf dem Sofa ein. Und wünscht dir insgeheim deine Party-Crew zurück.

Das Einzige, was jetzt hilft: Verabrede dich mit deinen Freunden in einer Bar und dreh dein Handy auf lautlos.


Tech

Eine Oma stellt die vermutlich höflichste Google-Suchanfrage überhaupt
Please Google, thank you!

Wir googlen, was es mit dem Ausschlag am Hals auf sich hat, was der Ex jetzt so macht und bei wem der Flug in den Urlaub am günstigsten ist. Schnell ein paar Stichwörter in die Suchmaske klatschen, "Enter", schon ist das Ergebnis da.

Eine Oma aus Großbritannien gibt sich da wesentlich mehr Mühe. Sie bittet und bedankt sich liebevoll bei Google, als sei es ein Mensch: