Von Zwangsstörungen – und wie sie besser wurden.

Als Vanessa sechs Jahre alt ist, verändert sich ihr Leben. Immer wieder muss sie ihre Eltern fragen, ob sie am nächsten Morgen wieder aufwacht. Was mit Angst beginnt, wird zu einem Zwang. Kurz darauf ist sie mit siebzig Zwängen gleichzeitig beschäftigt. Ein normales Leben? Undenkbar. 

Besonders prägend ist ihr Waschzwang. Sie wäscht sich so lange die Hände, bis sie bluten. Sie weiß, dass das falsch ist. Und trotzdem kann sie nicht aufhören. Ihre Eltern reagieren schnell – sie begleiten Vanessa in mehrere Therapien.

In Deutschland gibt es rund eine Million Menschen, die kontrollieren, waschen, sammeln und zählen. Behandeln kann man sie mit Psychotherapien und Medikamenten. Die wenigsten erreichen ein Leben, das komplett von Zwängen befreit ist. Aber wie auch bei Vanessa sind die Chancen auf Besserung hoch. Mittlerweile hat die 16-Jährige rund zehn Zwänge und ist glücklich, dass sie einen Neuanfang geschafft hat.

Oft wird Vanessa von Bekannten kritisiert. Warum hörst du nicht einfach damit auf? Sie stellt fest: Viele verstehen Zwänge nicht. Deshalb hat Vanessa angefangen zu vloggen. Auf Youtube hofft sie, Angehörigen zu erklären, weshalb Zwänge eben nicht Einstellungssache sind. 

Mehr dazu erzählt sie in ihrem Bekenner-Video.

Diese Bekenner-Videos sind bereits erschienen:

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