Angst?

Zurecht. Clowns sind schrecklich. Die Maske, das irre Lachen. Sechs Prozent der 18- bis 30-Jährigen haben große Angst vor Clowns, am meisten Angst haben die Jüngeren. Das zeigt Umfrage, die bento bei der Agentur EARSandEYES in Auftrag gegeben hat, 1000 Menschen zwischen 18 und 30 Jahren nahmen an der Online-Befragung teil.

Noch größer ist die Angst vor Clowns bei Kindern: In einer Studie der Universität Sheffield haben Wissenschaftler untersucht, wie Vier- bis Sechzehnjährige auf Bilder von Clowns reagieren. Kein einziges Kind fand die Clowns lustig. Sogar einige der älteren Jugendlichen hatten Angst. Merke: Clowns für den Kindergeburtstag? Vielleicht eher nicht.

Woher kommt unsere Angst vor Clowns?

Wissenschaftler wie Steven Schlozman nennen die Furcht vor Clowns Coulrophobie. Der Harvard-Psychiater erklärt sie so: Einerseits ähnelt die Clownsmaske einem normalen Gesicht. Tatsächlich ist die Maske aber sonderbar verfremdet. Wir erkennen in ihr das menschliche Antlitz, trotzdem stimmt irgendetwas nicht mit ihr – das macht uns Angst. Sigmund Freud beschrieb so einst das Unheimliche. Viele Figuren aus Horrorfilmen funktionieren nach diesem Schema – zum Beispiel Zombies.

Abgesehen von Clowns - Das sind die größten Ängste der Generation Hashtag.

Spätestens seit Pennywise ist die Angst vor Clowns auch ein Stück Popkultur. 18- bis 30-Jährige fürchten aber auch viel realere Gefahren als irre Clowns.

Das sind die größten Angstmacher:

1. Berufliches Versagen: 41 Prozent

(Die Zahl gibt an, welcher Anteil der Befragten große Angst hat.)

Der Weg zur ersten Festanstellung ist lang, oft führt er über Praktika und Zeitverträge. Besonders in den ersten Jahren nach dem Schulabschluss haben viele Angst, im Job zu versagen: Bei den 18- bis 20-Jährigen sind es immerhin 46 Prozent, bei den 27- bis 30-Jährigen nur noch 36 Prozent.

Männer haben weniger Angst als Frauen. Sagen sie zumindest.

Nahezu jede zweite Frau plagen berufliche Versagensängste. Bei den Männern ist es nur jeder Dritte. Der Trend setzt sich bei fast allen anderen Antworten fort: Frauen geben vergleichsweise deutlich häufiger an, große Angst zu haben.

2. Geldprobleme: 39 Prozent

Geldprobleme sind die zweitgrößte Angst der 18- bis 30-Jährigen. Männer fürchten Geldprobleme sogar noch mehr als berufliches Versagen. Zusammengenommen ergeben die beiden Top-Antworten ein klares Bild: Die 18- bis 30-Jährigen legen viel Wert auf Sicherheit. Sorgen bereitet ihnen vor allem der Beruf.

Auf den weiteren Plätzen:

3. Krankheit: 37 Prozent
4. Keine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung: 32 Prozent
5. Keine eigene Familie zu gründen: 30 Prozent
6. Nicht mehr reisen zu können: 29 Prozent
7. Die Eltern später nicht versorgen zu können: 27 Prozent
Zum Glück nicht unter den ersten acht, aber trotzdem bemerkenswert:
Die Islamisierung Deutschlands: 17 Prozent

Genau. 17 Prozent der Befragten haben große oder sehr große Angst vor der Islamisierung Deutschlands. Das sind fast dreimal so viele wie bei den Clowns. (Unter uns: Es gibt vergleichsweise viele gute Gründe, sich vor Clowns zu fürchten.)

Die bento-Umfrage

An unserer Studie haben 1000 in Deutschland lebende Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren teilgenommen. Die Schwankungsbreite beträgt für die gesamte Stichprobe 1,9 Prozent. Die Online-Befragung wurde von dem Institut für Markt- und Trendforschung EARSandEYES im Auftrag von bento im Mai 2015 durchgeführt.