Spoiler: Es liegt nicht an deinem Gesicht.

Wer kennt es nicht: Man ist im Urlaub, das Küstenpanorama hinter einem sieht unbeschreiblich aus und man selbst ja eigentlich dank drei Tagen exzessivem In-der-Sonne-liegen auch – denkt man zumindest. Bis zu dem Moment, in dem die Freundin ein Foto von einem macht, man hinterher das Ergebnis auf dem Smartphone-Bildschirm betrachtet und sich fragt: Wer bitte ist dieser Mensch? 

Was folgt ist eine mittelschwere Existenzkrise und die Frage, warum man sich in der Realität so anders wahrnimmt als auf Fotos. Keine Sorge, dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung, die nichts mit dem Aussehen selbst zu tun hat:

Das Phänomen nennt sich "Mere Exposure Effect". Bereits 1968 wurde es von dem Psychologen Robert Zanjonc beschrieben und besagt konkret, dass wir positiver auf Dinge reagieren, die wir häufig sehen. Wie zum Beispiel unser Spiegelbild.

Der Spiegel bildet uns aber verkehrt herum ab, wir haben also quasi eine falsche Wahrnehmung von unserem Gesicht. Kein Wunder, dass wir auf Fotos deshalb so anders aussehen – und manchmal das Gefühl haben, Gollums Zwilling zu sein

Mit anderen Worten: 

Wir sehen auf Fotos gar nicht so komisch aus, wie wir denken. Wir sind lediglich vertrauter mit der spiegelverkehrten Version unseres Gesichts. 

Aber egal, ob für den Lebenslauf, Omas Geburtstag oder den eigenen Instagram-Feed: Ab und zu hätten wir trotzdem gerne ein Foto von uns, auf dem wir uns gefallen und mit dem wir uns auch tatsächlich identifizieren können. 

Eine Option wäre, ab sofort das eigene Spiegelbild zu meiden und stattdessen nur noch Fotos von sich selbst zu betrachten. Im Alltag eher schwierig umzusetzen.

Besser: Dafür sorgen, dass wir uns selbst auf Fotos gefallen. Jeder von uns hat eine Schokoladenseite. Wenn man ein paar Dinge beachtet, kann man die hervorheben, sodass das nächste Urlaubsfoto gelingt und man sich selbst gefällt – obwohl es nicht die spiegelverkehrte Version ist.  

Simon Heydorn, Fotograf aus Hamburg, hat uns verraten, wie wir auf Fotos gut aussehen. 
(Bild: Simon Heydorn )

Woher weiß ich, was meine Schokoladenseite ist?

Gesichter sind natürlich sehr unterschiedlich, deshalb kann man das so pauschal nicht sagen. In erster Linie sollte man sich aber selbst fotografisch kennenlernen und definieren, wie man sich gerne sieht oder sehen würde. Man kann anderes Licht wählen, den Haarscheitel variieren, mit der Perspektive experimentieren.

Wie kann ich meine Schokoladenseite auf Fotos hervorheben?

Damit das klappt, sind diese fünf Tipps hilfreich:

  • Grundsätzlich sollte man vermeiden, von zu weit unten oder oben zu fotografieren. Das ist nicht so schmeichelhaft. 
  • Das Licht sollte immer auf die Schokoladenseite fallen. 
  • Bei Handykameras sollte man außerdem darauf achten, dass man nicht zu nah ans Gesicht herangeht. Aufgrund der weitwinkligen Kamera verzerrt das die Proportionen. 
  • Bei eher runden Gesichtern ist es vorteilhaft, das Gesicht leicht zu drehen. Das macht es schlanker und verleiht ihm mehr Kontur. Bei schmalen Gesichtern ist es dementsprechend andersrum. 
  • In den meisten Fällen ist es gut, wenn beide Augen zu sehen sind. 

Wie kann man dafür sorgen, dass man sich vor der Kamera wohl fühlt?

Das Foto sollte jemand machen, der einen gut kennt, damit die Stimmung gut ist. Fühlt man sich beim Posen von anderen Leuten beobachtet, einfach einen eher ungestörten und ruhigeren Ort suchen. Und: Dem Fotografierenden sollte man unbedingt sagen, wie man sich das Foto vorstellt. Wenn man zum Beispiel nicht gerne mit Zähnen lacht, weil man findet das steht einem nicht, dann kann man das ruhig so sagen. Letztlich soll es ja Spaß machen und nicht Stress erzeugen. 


Grün

Niederländer sollen fürs Radfahren bezahlt werden
Ka-Ching!

In den Niederlanden sollen weniger Menschen Autos fahren und stattdessen Rad, damit es weniger Staus gibt. Unternehmen sollen ihren Mitarbeitern dafür einen finanziellen Anreiz schaffen. (La Presse)

Für jeden gefahrenen Kilometer zur Arbeit sollen die Niederländer 19 Cent bekommen.

Wie Autofahrer eben auch.

Das ist die Idee der Staatssekretärin für Infrastruktur, Stientje Van Veldhoven.