Bild: Unsplash

3 Uhr nachts: Das letzte Wort der Hausarbeit ist geschrieben, gerade rechtzeitig. Egal, wie sehr man sich bemüht: Die letzten Nächte vor der Abgabe einer wichtigen Arbeit sind extrem kurz.

Aber wer nicht genügend schläft, der bringt auch schlechtere Leistungen. Deshalb solltest du diese sechs Punkte unbedingt über deinen Schlaf wissen:

1. Entweder bist du eine Eule oder eine Lerche

Der Typ Lerche geht gerne früh ins Bett und ist deshalb auch früh topfit – so gegen 6 Uhr. Die Lerchen sind aber die Minderheit. Etwa zwei Drittel in unserer Gesellschaft gleichen den Eulen, die können bis spät abends aktiv sein. Um 6 Uhr aufstehen, geht aber gar nicht.

Für Eulen ist es also ein kleineres Problem, die Hausarbeiten in der Nacht zu schreiben. Ganz anders bei den Lerchen: Sie werden sich schlechter konzentrieren können.

Schlaftraining hilft übrigens nicht. Ob wir Eule oder Lerche sind, ist genetisch vorbestimmt. Wissenschaftler fordern seit Jahren, dass sich unsere Gesellschaft besser auf die Eulen einstellen muss – Schule und Arbeit beginnen für die meisten viel zu früh.

Geht es dir auch so?

"Mein Leben ist praktisch eine Art Schlafstörung."

Posted by ZEITmagazin on Tuesday, 7 February 2017
2. Schlafentzug ist wie betrunken zu sein

Forscher vergleichen Schlafentzug mit dem Gefühl von Trunkenheit. Wer sehr müde ist, fühlt sich so, als hätte er etwa ein Promille Alkohol im Blut.

Den größten Schlafbedarf haben wir übrigens im Kindes- und Jugendalter bis etwa zum 20. Lebensjahr (In der Pubertät schlafen wir wegen der hormonellen Umstellung länger). Danach bleibt der Bedarf gleich und nimmt im Alter sogar ab.

3. Es gibt keine Regel, wie viel Schlaf du zwingend brauchst

Die durchschnittliche Schlafdauer liegt bei 7 Stunden und 15 Minuten pro Nacht. Das heißt aber nicht, dass mindestens sieben Stunden auch ein Muss für dich sind. Es ist typabhängig und genetisch bedingt, ob du sechs, acht oder zehn Stunden Schlaf benötigst, um dich gut zu fühlen und leistungsfähig zu sein.

Wer für seine Verhältnisse eine halbe Stunde zu kurz schläft, der kann am nächsten Tag unter Umständen bis zu 30 Prozent weniger leisten, sich schlechter konzentrieren und dadurch mehr Fehler machen. Also Obacht, wenn du vor Klausuren oder Abgabeterminen zu wenig schläfst!

Es ist übrigens völlig egal, wann wir schlafen. Der Schlaf vor Mitternacht ist nicht erholsamer als der danach.

4. Wer nicht genug schläft, kann krank werden

Es geht nicht nur der Spaß im Alltag verloren, wenn wir ständig gähnen und uns nicht konzentrieren können. Schlafmangel kann auch schwere gesundheitliche Konsequenzen haben: Man ist anfälliger für Herz-Kreislauf-Schäden, Stoffwechsel-Erkrankungen, Depressionen und verursacht möglicherweise Unfälle im Straßenverkehr.

5. Von Sonntag auf Montag schläfst du vermutlich am schlechtesten

Woran liegt das? Sonntags hast du vermutlich ausgeschlafen und deshalb fällt es dir schwer, abends zur gewohnten Zeit schon wieder müde zu sein – der sogenannte Schlafdruck ist einfach noch nicht ausreichend aufgebaut.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: Viele fragen sich abends im Bett, was in der kommenden Woche alles ansteht. Anspannung ist der größte Feind des Schlafes.

Tipps von Schlafforschern für einen besseren Schlaf:
Schreibe Tagebuch, damit du blöde Gedanken oder To-Dos los wirst und dich nicht im Schlaf damit beschäftigst.
Ruhig sollte es sein in der Nacht und die Luft nikotinfrei.
Dokumentiere deinen Schlaf – also wie lange und wie gut du geschlafen hast und ob du Alkohol, Medikamente oder Koffein zu dir genommen hast. So kannst du deine Gewohnheiten besser überprüfen.
Die letzte halbe Stunde vor dem Zubettgehen komplett abschalten – mental und digital.
Nicht tagsüber schon schlafen.
Spazierengehen und leichte Gymnastik am Abend fördern auch den guten Schlaf.
Fahr dein Arbeitspensum runter – wer zu viel Stress hat, schläft auch schlechter.
1/12
6. Alkohol lässt dich schlecht schlafen

Erst bist du gut drauf, gehst auf der Tanzfläche ab und dann kommt langsam die Müdigkeit. Aber es ist ein Trugschluss, dass wir im Rausch auch entspannt schlafen. Der Alkohol unterdrückt nämlich deinen Tiefschlaf, du bist nervöser und unruhiger – insbesondere in der zweiten Nachthälfte.

7. Finger weg vom Smartphone

Das blaue Licht, das die Bildschirme von PC, Tablet und Smartphone ausstrahlen, blockiert die Ausschüttung des Einschlafhormons Melatonin. Knapp 50 Prozent der Jugendlichen (11 bis 18 Jahre) benutzen nach dem Zubettgehen noch ihr Smartphone, manche bis zu zehnmal nachts. Elf Prozent der Jugendlichen verbringt mehr als eine Stunde nachts mit dem Smartphone. Erholsam ist das natürlich nicht.

Quellen:
  • Interviews mit Alfred Wiater von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmediziner Peter Young
  • Schlafforscher Hans-Günter Weeß in der NDR-Talkshow (Mediathek)
  • Schlafmangel wird zum Problem (n-tv.de)
  • Warum wir von Sonntag auf Montag schlecht schlafen (stern.de)
  • Von Eulen und Lerchen (stern.de)

Haha

"Make me great again. Right now!" Diese Memes wird Donald Trump hassen

Er ist der mächtigste Mann der Welt – und trotzdem wirkt Donald Trump oft wie ein kleiner Junge im Körper eines älteren, stark gebräunten Mannes. Jemand beschreibt ihn negativ? Wutausbruch. Seine Hände wurden klein genannt? Beleidigt sein.

Trumps Aktionen on- und offline lassen einen daran zweifeln, man habe es mit einem erwachsenen Menschen zu tun – und genau das nahmen User auf Reddit nun zum Anlass für ein neues Meme: Im Subreddit "TinyTrumps" posten User Bilder eines winzigen Präsidenten.