"Ich wollte sein wie sie."

Sie klauen uns den Lieblingspulli aus dem Schrank, petzen bei den Eltern oder sagen uns ins Gesicht, wie peinlich wir sind: Es gibt kaum jemanden, der so ehrlich und rücksichtslos sein kann, wie die eigenen Geschwister – und kaum jemandem, von dem wir so viel lernen, mit dem wir uns so verbunden fühlen können.

Im Alltag geht das oft unter. 

Geschwister begleiten uns den Großteil unseres Lebens, sie sind für viele selbstverständlich.

Das wollte Claudia Evart ändern. Die US-Amerikaniern hat den 10. April zum Geschwistertag in den USA ernannt. Sie möchte damit den unendlichen Bund zwischen Geschwistern feiern. 

Der an sich schöne Gedanke hat allerdings eine traurige Vorgeschichte. 

Evart hatte selbst zwei ältere Geschwister: Lisette und Alan. Sie verlor beide schon früh durch tragische Unfälle. Dadurch sei ihr klar geworden, schreibt Evart auf ihrer Website, wie viel sie von ihren Geschwistern gelernt hat: Von Lisette das Schwimmen und Schlittschuhfahren, das Backen oder die Gärtnerei. Von Alan das Überleben in der Wildnis und vor allem: Mut.

Meine Schwester hat mir beigebracht, wie wichtig Freunde im Leben sind. Sie war sehr beliebt und ich wollte sein, wie sie.

Der 10. April war Lisettes Geburtstag.

Seit 1995 versucht Evart den Termin als nationalen und internationalen Gedenktag zu etablieren. Dafür hat sie die Siblings Day Foundation gegründet. Auch wenn er bereits seit vielen Jahren gefeiert wird, ist der 10. April kein offizieller Nationalfeiertag, wie etwa Mutter- oder Vatertag.

Zwar haben den Tag bereits Gouverneure von 49 Staaten, Präsidenten wie George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama in offiziellen Schreiben anerkannt. Als Nationalfeiertag ausgerufen hat ihn aber noch keiner. Damit muss auch das Parlament einverstanden sein – und Ideen für Nationalfeiertage gibt es unzählige.

Evart startet immer wieder neue Petitionen, um einen politischen Prozess in Gang zu setzen. (Aktuell hier: change.org). Vielleicht beugt sich die Politik irgendwann. Und wenn nicht: 

Feiern können wir unsere Geschwister an dem Tag auch ohne Gesetz.


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Zwei Frauen haben den Täter offenbar unabsichtlich gefilmt.

Frauen lernen das früh: Auf Partys das Glas nicht unbeaufsichtigt herumstehen lassen. Auch Kristal Santos' Mutter hatte ihr das immer wieder eingebläut. Ihren blauen Becher lässt die junge Frau daher auch auf einer Party in Capitólo, Brasilien, nicht aus den Augen, behält ihn stets in der Hand. Aber auch das schützt sie nicht.