Und andere Fakten über Katzen

Katzenhalter sind schon ewig gewissen Vorurteilen ausgesetzt: Dass die Katze sie nicht liebe, das Schnurren gespielt sei und sie sich eigentlich gar nicht für ihren Besitzer interessiert. Neue Studien haben das Verhalten von Katzen analysiert. Und stellen nun fest: Deine Katze will dich umbringen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Ja, sie merkt, dass du es bist. Aber es interessiert sie nicht

Japanische Wissenschaftler haben Experimente mit Katzen durchgeführt. Verschiedene Katzen wurden jeweils von ihrem Besitzer und zwei ihr fremden Personen gerufen. Dabei kam heraus, dass Katzen sehr wohl anders darauf reagieren, wenn sie ihren Namen von einer bekannten Stimme hören. Sie bewegen den Kopf und die Ohren anders – und reagieren trotzdem nicht darauf.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie von der Lincoln-Universität. Ein Experiment, dass normalerweise mit Kindern durchgeführt wird, wurde auf Katzen übertragen. Katzen wurden Materialen zur Selbstbeschäftigung gegeben. Der Mensch, der zu ihm gehört, betrat und verließ den Raum. Im Gegensatz zu Hunden zeigten Katzen kaum Reaktion.

Wissenschaftler erklären sich den Unterschied des Verhaltens von Hunden und Katzen evolutionär: Menschen wählten sich vor etwa 15.000 Jahren aktiv Hunde als Gefährten, um zum Beispiel Herden zu hüten. Katzen hingegen schlossen sich vor etwa 9.500 Jahren dem Menschen an. Sie wollten einfach Fressen haben.

Katzen wollen nicht als Haustier gehalten werden

David Mills vom der Universität Lincoln hat das Stresslevel von Katzen gemessen. Er wollte herauszufinden, wie gestresst Katzen in einem Haushalt mit vielen Artgenossen sind. Anscheinend nicht allzu sehr. Aber dafür fanden die Wissenschaftler heraus, dass Katzen, die als Haustier gehalten werden, allgemein erhöhte Werte zeigten verglichen mit frei lebenden Katzen.

(Bild: Imago/McPHOTO )
Katzen töten gern

Die Spezies "Katze" stammt eigentlich aus Asien. In den USA sind sie somit eigentlich Invasoren. Das hat Auswirkungen auf das Ökosystem: Selbst gut gefütterte Katzen töten jährlich in den USA bis zu 3,4 Milliarden Vögel. Die Schätzung scheint zu hoch, impliziert aber, dass fast genau so viele Vögel durch Katzen umkommen wie durch Kollisionen mit Strommasten, Autos und Windturbinen.

Katzen übertragen einen gruseligen Parasiten

Jedes Wirbeltier ist anfällig für den Parasiten Toxoplasma gondii – aber nur in einem Katzenkörper kann er sich fortpflanzen. Übertragen wird das Toxoplasma durch Zysten, zum Beispiel in rohem Fleisch oder Katzenkot und -urin. Der Mensch kann von dem Parasiten befallen werden, wenn er zum Beispiel das Katzenklo sauber macht.

Studien haben herausgefunden, dass Menschen mit einer Infektion des Parasiten erhöht neurotisch und schizophren sind und langsamere Reflexe haben – und deshalb öfter in Autounfälle verwickelt sind. Auch die Selbstmordrate scheint unter den Infizierten höher. Eine mögliche Erklärung: Auch auf Mäusegehirne, die dem menschlichen sehr ähnlich sind, hat der Parasit Einfluss. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, verliert die Maus ihre natürliche Scheu vor der Katze - eine Art Schizophrenie.