Bild: Getty Images
Allerdings anders, als sich Donald Trump das vorgestellt hat.

Donald Trump hält Muslime für suspekt. Geht es nach dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten, sollte man Moscheen unter Beobachtung stellen und Muslime sicherheitshalber an der Einreise in die USA hindern. Zumindest so lange, bis die US-Geheimdienste wieder wüssten, "was eigentlich los ist".

Am Sonntag fand das zweite TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump statt (bento mit den wichtigsten Zitaten) – und Trump legte bei seinen Ansichten noch mal nach. Syrische Flüchtlinge ins Land zu holen, sei ein "trojanisches Pferd". Also: Man wisse nicht, ob unter den Schutzsuchenden Terroristen sind. Anständige Muslime sollen daher den Behörden melden, "wenn sie sehen, das was los ist".

Genau das tut die muslimische Community bereits, sagt das FBI. Wenn Trump suggeriert, muslimische US-Bürger würden Straftaten oder verdächtige Handlungen von anderen Muslimen nicht anzeigen, sei das schlicht falsch ("Washington Post").

Das dachte sich auch Moustafa Bayoumi. Bayoumi lebt derzeit als Professor in New York und hat das Buch "How Does It Feel To Be a Problem? Being Young and Arab in America" geschrieben.

Weil Trump wollte, dass er als guter Muslim Verdächtige meldet, twitterte Bayoumi das hier:

Binnen weniger Minuten entwickelte sich der Hashtag #MuslimsReportStuff. Muslimische US-Bürger sammeln darunter ihre Beobachtungen: Sie handeln von Rassismus und Ausgrenzung oder davon, dass Terrorismus nicht mit dem Islam gleichgesetzt werden darf. Andere nutzen den Hashtag ironisch und melden zum Beispiel, dass sie mal aus Versehen Speck gegessen oder die Wäsche noch nicht gemacht haben.

Das sind die Tweets zu #MuslimsReportStuff:
Ein Trend: Trumps Performance beim TV-Duell melden.
Viele warnen, dass Muslime und Terroristen zu oft gleichgesetzt werden.
Andere ziehen Trumps Aussagen einfach ins Lächerliche:
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