Bild: Annika Krause


Abends draußen sitzen? Mittlerweile zu kalt. Langsam aber sicher werden aus grünen Blättern braun-orange-rote. Wenn man nach der Arbeit heimspaziert, geht die Sonne schon unter

Wir müssen einsehen: Der Sommer ist jetzt vorbei, damit auch die Urlaubszeit. Egal, wie kurz die Auszeit auch war – es tut einfach gut, aus dem Alltag auszubrechen, Sonne zu tanken und neue Eindrücke zu sammeln. 

Aber sieht man den Urlauberinnen und Urlaubern das auch an?

Wir haben Menschen vor und nach ihrem Urlaub getroffen, sie fotografiert und gefragt, was sie erlebten.

Ronja, 26

1/12

Ich war in meinen Semesterferien mit meiner Familie in Holland. Das war sehr entspannt, wir fuhren viel Fahrrad, waren am Strand und spielten Doppelkopf.

Kurz danach ging es für mich weiter nach Spanien, dort besuchte ich eine Freundin. Ich habe in Cádiz mein Auslandssemester gemacht und es war schön, noch mal dort zu sein. Auch dort verbrachten wir die meiste Zeit am Strand. Die Mutter meiner Freundin frittierte vor unseren Strandbesuchen Schnitzel und machte Tortilla de patatas, wir bummelten durch die Stadt und waren in den Cafés und Bars, in denen ich während meines Auslandssemesters gerne war. 

Wir haben viel gegessen – und es uns gut gehen lassen.

Chris, 29

1/12

Ich war in diesem Jahr zehn Tage im Urlaub. Das erste Wochenende verbrachte ich in Sevilla, eine sehr schöne Stadt – auch wenn es mit 40 Grad extrem heiß war.

„Ich bin kein Freund von Hitze, 25 Grad reichen mir vollkommen.“

In Sevilla war ich allein unterwegs, lernte aber schnell ein paar nette Leute kennen. Anschließend traf ich mich mit einigen Freunden in der Nähe von Faro in Portugal, wo wir gemeinsam ein Haus gemietet hatten. Dort verbrachten wir eine Woche am Pool und Strand, haben viel gegessen und getrunken.

Wirklich braun bin ich wohl nicht geworden – ich lag aber auch die meiste Zeit im Schatten. 

Sebastian, 30

1/12

Ich war mit meiner Freundin fünf Tage in Kopenhagen. Eine wirklich tolle Stadt mit angenehmen und freundlichen Menschen. Wir mieteten uns für die gesamte Zeit Fahrräder und erkundeten damit die Stadt. 

Mein persönliches Highlight war das Essen, wir waren in einem tollen Fischrestaurant und überall gab es leckeres Smørrebrød: Schwarzbrot mit Fisch.

Wir beide sind zurzeit sehr gestresst: Ich spiele Theater und stecke in den Endproben, außerdem sind wir diesen Monat umgezogen. Deshalb tat uns die Auszeit sehr gut, auch wenn es dieses Mal nur ein verlängertes Wochenende war.

Anna, 30

1/12

Mein Urlaub bestand aus einer zehntägigen Interrail-Tour mit meinem Freund. Wir sind aus Düsseldorf nach Paris gefahren, dann weiter nach Barcelona und Valencia, anschließend nach Madrid und Lissabon, die Endstation war Faro. Zurück ging es mit dem Flugzeug.

Am besten gefiel uns Valencia, dort verbrachten wir vier Tage. Es gibt einen stillgelegten Fluss und einen wirklich schönen Strand. Wir liehen uns Fahrräder und erkundeten damit die ganze Stadt und Umgebung.

Da die Zeit unseres Tickets so beschränkt war, verbrachten wir in den anderen Städten meistens nur eine Nacht. 

„Ich bin ganz begeistert von der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Spanier und Portugiesen.“

Es war ein tolles Erlebnis, die Strecke mit dem Zug zurückzulegen, weil man so einen viel intensiveren Eindruck von der Landschaft bekommt, als wenn wir einfach kurz in ein Flugzeug gestiegen wären. 

Linus, 30

1/12

Ich war mit meiner Freundin für zwei Wochen auf Jamaika. Da dort zurzeit Nebensaison ist, waren die Flüge sehr günstig und die Insel ist klein genug, um sie in der kurzen Zeit erkunden zu können.

Das Urlaubsziel ist sehr beliebt bei Pauschaltouristen, aber auch Backpacking war möglich. Anfangs wurden wir schräg angeschaut, wenn wir uns gemeinsam mit den Einheimischen in die Minibusse quetschten, aber die Menschen waren dann doch freundlich und aufgeschlossen.

Am besten gefiel uns Portland, denn dort war immer etwas los: Überall saßen Männer, die Rum tranken und sehr konzentriert und ernsthaft Domino spielten. Und kiffende Rastafaris gab es natürlich auch, ganz klischeemäßig. 

„Ich finde es viel interessanter, das Land und die Kultur kennenzulernen, als zwei Wochen in einem abgeschirmten Resort am Strand zu liegen.“

Wobei wir auch das am Ende unseres Urlaubs gemacht haben: Unser Rückflug wurde gecancelt und wir konnten zwei extra Tage auf Kosten der Airline in der Sonne Cocktails trinken.

Lars, 29

1/12

Meine Freundin und ich haben uns diesen Sommer etwas gegönnt: Wir haben uns für zwei Wochen eine große Finca auf Mallorca gemietet, für 2500 Euro. Es gab einen Privatstrand, einen Pool und sogar einen Jacuzzi.

„Das Wetter war super schön und wir lagen die meiste Zeit in der Sonne und ließen es uns gut gehen.“

Anschließend verbrachten wir zwei Tage in Barcelona, liefen durch die Stadt und besuchten das Stadion, meine Freundin ist ein großer Fußballfan. 

Außerdem waren wir feiern und fuhren mit einem Partyschiff an der Costa Brava entlang. Am schönsten fand ich unseren Ausflug mit einem kleinen Boot entlang der Küste, dort konnte man wunderbar schnorcheln und wir hatten Zeit zu zweit.

Miriam, 26

1/12

Ich habe diesen Sommer zusammen mit meiner besten Freundin eine Tour mit dem Bulli meiner Eltern gemacht. Von Köln ging es nach Leipzig, danach weiter in die sächsische Schweiz, anschließend nach Graz, Italien und Slowenien.

Da wir insgesamt nur eine Woche Zeit hatten und die Strecke 2700 Kilometer lang war, fuhren wir meist den ganzen Tag. Aber es hat Spaß gemacht, wir hörten Musik und sahen die Landschaft an uns vorbeiziehen. 

Am besten gefiel mir Slowenien, weil es ein unheimlich bergiges und grünes Land ist. Dort übernachteten wir in einem Nationalpark auf einem Campingplatz direkt am See. Ich bin Frühaufsteherin, machte mir morgens um sieben eine Kaffee, während alle noch schliefen und die Landschaft von Nebel bedeckt war. Das war ein schöner Moment, ganz ruhig und friedlich.

Gesa, 30

1/12

Ich war gemeinsam mit meinem Freund zehn Tage an der Algarve in Portugal: Wir waren tauchen, Bodyboarden und hatten Buchten für uns ganz allein.

Nach dem Strandurlaub waren wir für drei Tage in Lissabon, was natürlich ein absolutes Kontrastprogramm zu den einsamen Stränden war. Aber ich liebe die Stadt mit ihren kleinen Gassen und Bars.

„Meinen Geburtstag feierten wir in einer Bar über den Dächern der Stadt und es hätte nicht schöner sein können.“

Außerdem waren wir in Museen und haben klassisches Sightseeing gemacht, aber unser Urlaub bestand hauptsächlich aus Essen und Schlafen – und das tat unheimlich gut. Mein Job ist sehr stressig und es waren die ersten zwei Wochen unbeschwerter Urlaub seit zwei Jahren. Das habe ich dringend gebraucht und nun wieder neue Energie, um durchzustarten.

Alle Fotos: Annika Eliane Krause. Besuche ihr Portfolio oder ihre Webseite für Hochzeitsfotografie, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren.


Gerechtigkeit

"Dick oder schwanger"? Auf jeden Fall besser als Chris Tall

Ich setze mich schon lange öffentlich gegen Bodyshaming ein. Seitdem kommen immer wieder Sprüche nach dem Motto: Ist das nicht total übertrieben? Und mit Weiblichkeit oder Sexismus hat das ja alles doch nichts zu tun!