Libanesen sind ein ziemlich stolzes Volk.

Und umso stolzer auf ihre Abkömmlinge, die es zu Bekanntheit geschafft haben.

Liegt natürlich an der Herkunft: Salma Hayeks Vorfahren kommen aus dem Libanon , Keanu Reeves ist in Beirut geboren – und Shakira kann ihre Hüften auch nur so kreisen lassen, weil ihr Vater libanesische Wurzeln hat. Eigentlich ist fast jeder irgendwie Libanese – echt jetzt!

(Bild: giphy.com)
Du könntest jeden Tag auf einen Abschlussball gehen.

Klamotten, Make-Up, Frisur – bevor das alles nicht sitzt, gehst du nicht aus dem Haus. Vorbereitung ist alles! Falls Libanesen mal spontan auf eine Gala eingeladen werden, sind sie auf jeden Fall gewappnet.

Und bevor das Glätteisen seinen Durchbruch hatte, haben deine Schwestern und Cousinen sich die Locken mit dem Bügeleisen und der Bürste geglättet. 

Wenn du in den Libanon fliegst, nimmst du so viele Klamotten mit, dass du den Stylisten auf der New York Fashion Week Konkurrenz machen könntest. 
Apropos Schönheit: Nasen-Operationen sind im Libanon gang und gebe. Wenn deine Nase noch nicht gerichtet wurde, wird dir von deiner Verwandtschaft stark dazu geraten. 

Und wenn du türkische Wurzeln hast, kennst du diese Fragen vielleicht:

Libanesisch sprechen ist eine Kunst, die über "Yallah" und "Habibi" weit hinausgeht. 

Du sprichst mindestens drei Sprachen in einem Satz – denn du bist ein Bürger der Welt.

"Merci, yallah bye habibi, wir sehen uns bukra!"
(Danke mein Lieber, wir sehen uns morgen!)
Wenn du "Was gibt's?" – also "Shu fi?" – fragst, dreht sich automatisch deine Hand charakteristisch mit. 
Hummus hast du schon gegessen, noch bevor die Deutschen "Falafel" sagen konnten.

Dein Frühstück besteht aus einer Art Pizza mit Zaatar (ein Gemisch aus Thymian und Sesam) oder Käse (Manaiche), Saubohnen mit Olivenöl und Tomaten (Ful) oder Spiegeleiern mit Zimt. 

Obligatorisch ist übrigens auch ein Teller voll mit Grünzeug: Frühlingszwiebeln, Minze, Radieschen, Tomaten und Gurke – das knabberst du zwischendrin. 

Zu trinken gibt es "Bebsi" aus der Dose oder "Tang", ein wasserlösliches Getränkepulver mit Orangen- oder Mangogeschmack.
Überhaupt, dein Lieblingsessen heißt VIEL. 

Wenn der Tisch sich vor Essen fast durchbiegt, ist es gerade richtig. Im Anschluss gibt es noch Baklawa (arabische Süßigkeiten), Knefe (panierter Käse mit Zuckersirup), Schokolade, das halbe Obst-Sortiment aus dem Supermarkt und drei Sorten Kaffee: Arabischen, deutschen und Nescafé-Pulver.

Wenn deine Oma sagt, dass du noch was essen sollst, dann HAST. DU. DAS. ZU. ESSEN. 

Insbesondere, wenn sie "min ide" ("aus meiner Hand", also von ihr persönlich), sagt.

Du hast dir als Libanese angewöhnt, perfekt aus einer Wasserflasche zu trinken, ohne den Flaschenhals zu berühren.
Deine Krankheiten kuriert deine Familie mit Paracetamol (Panadol) und Limo. Und einem Schluck Olivenöl.

Am besten konsumierst du alles zusammen. 

Du liebst teure Autos.

Ob du dir sie leisten kannst oder nicht – hayallah (egal)! Am liebsten hättest du gerne einen BM (BMW), Mercedes oder sonstige komfortable Karossen. 

Wenn es ums Feiern geht, kann eine Partynacht schon mal 2000 Dollar kosten.

Libanesen lieben es, zu tanzen und feiern, als gebe es kein Morgen mehr – am besten mit der ganzen Familie. Aber Beirut ist ein teures Pflaster – mit den Scheinen um sich zu werfen, ist da okay.

Nancy Ajram, Haifa Wehbe, Wael Kfoury, Fadel Shaker – du singst bei jedem Lied mit. 

Du weißt immer bestens über arabische Musik Bescheid und kannst fast alle Lieder auswendig. Wetten? Kleiner Test:

Über Haifa Wehbe wird trotzdem immer diskutiert.

Die einen finden die Outfits der Sängerin zu offenherzig , die anderen mögen einfach ihre Musik. Geschmack ist wie immer eine individuelle Sache.

Ktir 7elo, ma hek? ;) 

*Sehr schön, oder?

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