Alle Jahre wieder schließen an Ostern die Clubs – und alle sind verwundert. Es gibt ein Tanzverbot? Warum das denn? Die wichtigsten Antworten – und in welchem Umfang die Verbote gelten – findest du hier:

Was genau ist das Tanzverbot?

Ein in Deutschland geltendes Gesetz für sogenannte "stille Feiertage". An diesen Tagen dürfen Clubs und Kneipen keine Tanzveranstaltungen anbieten.

Was genau ist ein "stiller Feiertag"?

Ein religiöser Feiertag. Jedes Bundesland zählt unterschiedliche Tage hinzu, eine einheitliche bundesweite Regel gibt es nicht. Fast überall dabei sind jedoch die Feiertage der Osterwoche, Totensonntag und Heiligabend.

Warum gibt es das Tanzverbot überhaupt?

Um die besondere Würde der religiösen Tage zu wahren. Ein Beispiel: Wenn religiöse Menschen an Ostern Jesu gedenken wollen, können sie es als störend empfinden, wenn nebenan Bässe wummern.

Auch das Zeigen bestimmter Spielfilme wird im Fernsehen untersagt:

Wann genau gelten die Verbote?

Was an diesen Tagen verboten ist, wird auch je Bundesland anders gewertet: Es reicht von mehrstündigem Tanzverbot zum Beispiel von 18 bis 24 Uhr bis zu einem ganztägigen Verbot. 

  • Die einzigen Tage, bei dem in allen Bundesländern ein Verbot gibt, sind Karfreitag, der Volkstrauertag, bei dem der Opfer von Kriegen gedacht wird und der Totensonntag.
  • Die meisten Verbote gelten in Hessen, die wenigsten in Berlin und Bremen.
  • Das umfangreichste Verbot gilt insgesamt für Karfreitag – er ist einer der höchsten Feiertage im Christentum. Sie gedenken an dem Tag der Kreuzigung Jesu.
Hier kannst du alle Tanzverbote sortiert nach Feiertag und Bundesland im Überblick sehen:
Verstößt so ein Verbot nicht gegen das Grundgesetz? Es gilt doch Religionsfreiheit?

Ja, streng gesehen schon. Das dachte sich auch das Bundesverfassungsgericht – und hat Ende vergangenen Jahres das Tanzverbot gelockert. Demnach darf kein Bundesland mehr Tanzveranstaltungen grundsätzlich verbieten, Ausnahmen müssen erlaubt werden. Grundsätzlich soll der besondere Schutz der Feiertage allerdings aufrecht erhalten werden. (Hier kannst du den Beschluss nachlesen)



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