Der Sternenkindfotograf

Tim Parquet trifft Menschen, die er gar nicht kennt, am absoluten Tiefpunkt ihres Lebens: In dem Moment, in dem gerade ihr Kind verstorben oder tot geboren ist.

Seit einem halben Jahr ist der 27-Jährige Sternenkindfotograf. In seiner Freizeit, unbezahlt, weil er den Eltern helfen möchte, den Verlust des Kindes zu verarbeiten. Eigentlich arbeitet er als Lehrrettungsassistent. 

Tim ist Mitglied im Verein "Dein Sternenkind". Die Fotografen, professionelle und Hobbyfotografen, sind durch eine App miteinander vernetzt. 

Sternenfotografen

Kinder, die tot geboren werden, werden Sternenkinder genannt. Es gibt seit 2013 die Initiative "Dein Sternenkind". Hier arbeiten knapp 600 Fotografen ehrenamtlich. Wenn sie gerufen werden, dann kommen sie ins Krankenhaus, um die Sternenkinder, oder auch Kinder, die bald sterben werden, zu fotografieren. Es geht darum, die Eltern in ihrer Trauer zu unterstützen und ihnen eine greifbare Erinnerung zu schenken. 

Sobald ein Alarm auf dem Handy eingeht und ein Fotograf Zeit hat, nimmt er den Auftrag an – es geht sofort los. Für ihn sei das gar keine so große Umstellung, sagt Tim, im Rettungsdienst sei man ohnehin immer auf Abruf.

Seinen ersten Einsatz hatte Tim noch in Bonn. Da war alles sehr chaotisch, er hatte weder Informationsheft, noch Erstlingskleidung oder die Verträge für die Rechteübertragung der Fotos an die Eltern dabei. Doch er wollte unbedingt helfen.

Warum Tim das macht, wie es ihm dabei geht und an welches Bild er sich besonders gut erinnert – all das siehst du im Video.

Dort siehst du auch einige Bilder, die von den Eltern der Sternenkinder zur Veröffentlichung freigegeben wurden. Die Fotografen übertragen alle Nutzungs- und Veröffentlichungsrechte an die Eltern.

Hier erzählt eine Mutter von ihrem Sternenkind: 

Kennst du auch Alltagshelden?

Kennst du jemanden, der für dich ein richtiger Alltagsheld ist? Möchtest du jemanden für ein Video nominieren? Ich freue mich über Vorschläge! Schreib mir eine Mail: inken.dworak@bento.de 


Future

Dieser Roboter liefert dir deine Pizza vor die Haustür
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Roboter als Paketboten – in vielen Städten ist das längst Alltag. Auch in Hamburg sind sie für verschiedene Firmen unterwegs, etwa für Hermes oder dem Pizza-Lieferdienst Dominos. Aber nicht ohne einen Aufpasser: Noch dürfen sich die Lieferroboter in Deutschland nicht allein bewegen. Deshalb folgt ihm Jan Werum, 26.

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