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Zwei Fragen zur Studie

Das anonyme Tinder-Date? Die hemmungslose Nummer auf dem Küchenboden? Oder doch der Partnertausch im Urlaub?

Paare – und Wissenschaftler – rätseln seit schon immer, wie Sex am erfüllendsten gelingt. Nun haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Uni in Bochum eine neue, überraschende Antwort: Wenn der Sex geplant ist. Das schreiben sie im renommierten US-Fachblatt "Journal of Sex Research".

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Wie lief die Studie ab?

Die Forscher haben in ihrer repräsentativen Studie 964 (vor allem heterosexuelle) Paare befragt. Und wollten wissen: Was macht euch an? Was stresst euch? Außerdem sollten die Menschen einzeln ihren Partner bewerten, nach den "Big-Five-Kriterien":

  1. Offenheit für Erfahrungen
  2. Gewissenhaftigkeit (Perfektionismus)
  3. Extraversion (Geselligkeit)
  4. Verträglichkeit (Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft, Empathie) 
  5. Neurotizismus (emotionale Labilität und Verletzlichkeit)

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Und was ist das Ergebnis: Wie gelingt guter Sex?

Vorweg: Das Alter der Menschen oder die Länge ihrer Beziehung waren keine bestimmenden Faktoren für ein gutes Sexleben. 

Stattdessen hatten jene Paare den befriedigendsten Sex, die ihn besonders "gewissenhaft" angehen. Besonders Frauen würden besser kommen, wenn sie einen Partner haben, auf den sie sich (in vielerlei Hinsicht) verlassen können, schreiben die Forscher. Perfektionisten würden auch im Bett "zielorientiert" vorgehen und "gewissenhaft" agieren.  

Spontane Menschen hingegen würden häufiger unter Performance-Ängsten oder anderem sexuellen Frust leiden.

Am Ende sei das wichtigste die Kommunikation. Ein Mittel, um Wünsche und Fantasien zu kommunizieren, könne dann auch in der Planung des Liebeslebens liegen. Immer sonntags, inklusive einer halben Stunde Vorspiel? Klar, warum nicht? Die Vorfreude auf solche geplanten Sex-Dates könne den Spaß noch vergrößern. (Quartz)

Also: Jemand, der seinen Kalender im Griff hat, hat eher auch sein Liebesleben im Griff.


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