Die Single-Porträts...

... stammen von "im gegenteil". Ein Online-Magazin, das seit 2013 wöchentlich Singles aus ganz Deutschland vorstellt, die Lust haben, jemanden kennenzulernen. Das wollen wir unterstützen – und zeigen wöchentlich einen der Menschen, die die Liebe suchen.

Haltet euch fest: Jonas aus Köln war schon mal im Gefängnis!

Puh, diese Nachricht müsst ihr erstmal verdauen!?

Fangen wir einfach von vorn an und nähern uns gemeinsam diesem Punkt in Jonas' Leben.

Geboren wurde der fast zwei Meter große Mann in Düsseldorf. Aber weil Papa zurück in seine Heimatstadt Hemer wollte, zog die kleine Familie alsbald dorthin.

Hemer liegt in der Nähe von Iserlohn und hat knapp 38.000 Einwohner. Jonas fand es als Kind ganz cool dort. Am Bach konnte man Dämme bauen oder im Wald Baumhäuser. Noch eine Lieblingserinnerung an seine Kindheit ist die Ofenwärme in Papas Haus. 

Jonas' Eltern trennten sich, da war der Kleine gerade mal vier Jahre alt.

Heute hat Jonas zwei Halbschwestern. Die Ältere ist Mitte 20 und studiert in Osnabrück. Die jüngere ist 14 und genau wie Jonas bei Mama aufgewachsen. Das Interesse am großen Bruder ist bisher noch semi, Instagram und Shawn Mendes spielen meistens eine größere Rolle.

Komm mit in Jonas' Wohnung – mit diesen Bildern:
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Jonas ging aufs Gymnasium, von dem er aber aufs Berufskolleg wechselte und dort 2005 sein Fachabi im sozialen Bereich machte.

Schnell noch einen Zivildienst in der Caritas Verwaltung hinterhergeschoben, bis ein duales Studium in Mannheim lockte: Arbeitsmarktmanagement. Bezahlung gabs auch, Jonas hat nur gefeiert – und gesoffen. 

Aus Hemer wollte Jonas: weg.

Er gehört zu diesen Menschen, die für wirtschaftliche Zahlen null Verständnis haben. Das sagt er, nicht wir. Also hörte er nach drei Semestern mit dem Studium auf und zog nach Dortmund, um dort soziale Arbeit zu studieren. Gefiel ihm direkt viel besser. 

Nach dem Studium landete er allerdings erst Mal wieder in Hemer, wo er im Jugendamt arbeitete. Bauten Eltern großen Mist, war Jonas derjenige, der ihnen die Kinder wegnahm. 

Aber, ach je, Hemer halt. Das war immer noch doof und Jonas wollte wieder weg, noch vor seinem 30. Geburtstag. 

2015 schaffte er den Absprung und zog nach Köln. Hier arbeitet er jetzt als Studienberater an einer Fachhochschule und erklärt 18-Jährigen, was eine beglaubigte Kopie ist. Sein Vertrag läuft diesen Sommer aus, was danach kommt, will sich der Nichtraucher offenhalten. 

Offenheit ist auch eine Art, die er bei Frauen zu schätzen weiß. Offenheit gegenüber der Musik zum Beispiel. Jonas liebt Musik, so sehr, dass er dafür auf Urlaube verzichtet und ziemlich viel Geld für Konzerttickets ausgibt. 

Auf Partys ist er musikalisch nicht ganz so festgelegt, Neunziger-Partys gehen immer und Underground auch. Ansonsten stehen Aerosmith, die Stones oder Kiss auf seiner Liste der besten Bands. 

Noch viel mehr Jonas – in Bildern:
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Jonas vergöttert aber nicht nur Rockstars, er ist auch selbst einer. Denn er spielt in einer Band. "Rebell Duck" nennt sich das Quartett. Schmeißt man die Buchstaben wieder um und sortiert sie neu, kommt Dellbrück dabei raus. 

Dort steht der Proberaum der Band, die englischsprachigen Alternative Rock spielt, und Jonas singt mit angenehm kratziger Männerstimme. Aber er kann auch Klavier und Gitarre.

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So langsam nähern wir uns dieser Sache mit dem Gefängnis. Dort hatte er nämlich einen Auftritt mit seiner Band. Uuuhh.

Ihr könnt also aufatmen, der Rockstar hat keine dunkle Vergangenheit und ist durchaus der Familie vorzeigbar.

Wenn Jonas weggeht, dann eher abends oder nachts. Tagsüber ins Café ist nicht so sein Ding. 

Er hat aber schon Lust, neue Sachen auszuprobieren, auch kulinarisch. Montags bis freitags ernährt er sich gern gesund, am Wochenende wird geschlemmt. 

Zimtschnecken mit Bier? Passt super, findet Jonas. 

Autonomie findet er bei Frauen übrigens genauso gut wie soziale Intelligenz und Empathie. No-Gos? AfD wählen. Und, wenn man Keith Richards nicht kennt – das ist fast genauso schlimm, sagt er.

Könnte Jonas Steven Tyler zum Essen treffen, würde er ihm einen Einhornkuchen vorsetzten. Mit Smarties und in tausend Farben.

Erklärung: So sieht es in Jonas Kopf aus, bunt und durcheinander gewirbelt, sagt er. Passend dazu bekam er von seinen Freunden mal einen Cinderella-Ventilator und einen Einhornschlüsselanhänger

No Gos? AfD wählen.

Wer denkt, es sei Jonas peinlich, damit durch die Stadt zu laufen: falsch gedacht. Jonas trägt die Sachen mit Stolz.

Text: Charlotte, Fotos: Ben. Mehr über Jonas hier.


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