Bild: YouTube/Simone Giertz
"Ich weiß nicht, ob ich nach der OP noch ich selbst sein werde."

Im April machte YouTuberin Simone Giertz bekannt, an einem Hirntumor erkrankt zu sein. Ihr sei während einer MRT-Untersuchung ein Tumor in Golfballgröße in der rechten Hirnhälfte diagnostiziert worden. Sie kündigte an, sich eine Weile zurückziehen zu wollen. (bento)

Sechs Wochen nach ihrer Operation meldet sie sich mit einem Video wieder zurück. 

Simone Giertz zeigt ihre Narbe.(Bild: YouTube/Simone Giertz)

Simone erzählt darin von der Zeit vor und nach der Operation. Ihr ginge es mittlerweile den Umständen entsprechend gut, vor der Operation sei das aber ganz anders gewesen: 

"Es war ein gutartiger Tumor, aber nichts an ihm war gut. Es gibt schließlich auch keine guten Verkehrsstaus." 

Sie sei verängstigt, aber irgendwie auch ziemlich ruhig gewesen, schließlich lag der weitere Verlauf nicht mehr in ihrer Hand.

Sie fragte sich, ob sie nach der Operation noch derselbe Mensch sein wird.

Hey, ich weiß nicht, ob ich nach der OP noch ich selbst sein werde, deshalb möchte ich dich daran erinnern, dass ich dich wirklich liebe.

Für den Fall, dass nach der Operation Komplikationen oder Veränderungen ihrer Persönlichkeit auftreten, fing Simone damit an, den wichtigen Menschen in ihrem Leben Briefe zu schreiben. 

"Diese Briefe waren so traurig, also dachte ich mir einfach: 'Vergiss die Briefe, du musst nach der Operation einfach normal aufwachen!' Und so war es dann auch."

Eine Hirn-OP ist keine kleine Sache.

"Viele Menschen haben mich auf Twitter gefragt, ob sich meine Persönlichkeit nach der Operation verändert hat. Das ist wirklich keine Frage, die man jemandem nach einer Hirn-OP stellt. Natürlich hat sich meine Persönlichkeit verändert, aber nicht, weil der Chirurg mit seinem Skalpell abgerutscht ist, sondern weil ich diese wirklich große Sache durchmachen musste und sowas definitiv Einfluss auf die Persönlichkeit hat."

Auf lange Sicht sei all das, was sie durchgemacht hat, eine "gute Sache". "Vielleicht sollten Menschen öfter mal kurz davor stehen, alles zu verlieren. Es bringt einen dazu, viele Dinge in die richtige Perspektive zu setzen." 

Sie habe sich vor der OP bereits mit der Tatsache abgefunden, ihr Leben und alles, was ihr Leben ausmacht, zu verlieren und sei jetzt umso glücklicher und dankbarer dafür, dass ihr Leben wieder relativ normal verläuft.

Hier könnt ihr das ganze Video sehen:


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