Bild: Léon Valjé
Silvana Denker fotografiert sie halbnackt in der Fußgängerzone.

Was kümmert die Kleidergröße, alle Menschen sind gleich schön: Das will Silvana Denker mit ihrer Foto-Aktion "Bodylove" sagen, mit der sie im Moment durch Deutschland tourt. Dafür lichtet die Fotografin halbnackte Menschen in der Fußgängerzone ab – so wurden schlanke Frauen, aber auch solche mit Größe 48 Models für einen Tag.

(Bild: Léon Valjé)

"Ich setze mich für ein reales Frauenbild ein", sagt Denker bei ihrer Aktion in Hamburg. So wie auf ihren Fotos würden Frauen eben in Wirklichkeit aussehen. "Klein, groß, dick, dünn. Hauptsache, man hat sich selbst lieb."

Wie schwierig es ist, diese Forderung umzusetzen, zeigt die Modebranche. In den USA gelten Frauen mit Kleidergröße 38 schon als "mollig", Designer lassen regelmäßig Models in Size Zero über den Laufsteg marschieren. Auf Instagram propagieren Nutzerinnen immer wieder, dass Frauen nur dann schön sind, wenn sie extrem viel Sport machen und penibel auf ihre Ernährung achten.

Auf den Bildern sehen die Algenshakes mit App-Filter hip aus, tausende Frauen nehmen sich die Accounts zum Vorbild. Dass Schönheit auch etwas mit Natürlichkeit zu tun hat, rückt meist in weite Ferne.

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"Plus-Size-Models werden oft belächelt. Da heißt es dann: 'Ach, die Moppel sind wieder auf dem Laufsteg'", sagt Silvana Denker, die auch selbst als Model für größere Größen arbeitet. Dabei sei es völlig nebensächlich, wie man aussieht: "Ich will Augen öffnen und daran erinnern, wie vielfältig normale Frauen aussehen."

(Bild: Silvana Denker)

Silvana Denker will "Bodylove" nach Hamburg auch noch nach Berlin und Köln bringen. Bis dahin zeigt sie ihre Fotos auf Instagram. Die Bilder von der Aktion in Hamburg hat Léon Valjé gemacht.