Bild: Unsplash / Toa Heftiba

Was denkst du: Hast du öfter oder seltener Sex als die Generationen vor dir?

Die Studie der Universität San Diego zeigt: Menschen haben heute viel weniger Sex als noch vor 20 Jahren.

Für die repräsentative Studie verwendeten die Forscher Daten von 26.000, hauptsächlich heterosexuellen, US-Amerikanern. Untersucht wurden zwischen 1989 und 2014 Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter, Einkommensgruppen und Hautfarben, Singles und Paare, Menschen mit und ohne Kindern.

Herausgekommen ist: Während Menschen, egal wie alt, in den Neunzigerjahren noch 60 bis 65 mal im Jahr miteinander schliefen, kommen die Menschen heute nur noch 53 mal pro Jahr in den Genuss – also etwa einmal pro Woche. Tendenz: sinkend.

Besonders die junge Altersgruppe ist seltener sexuell aktiv: "Entgegen ihrem Ruf, sexuell sehr ungezügelt zu sein, haben Millenials und die Generationen nach ihnen weniger Sex als ihre Eltern und Großeltern damals im selben Alter hatten", sagt Jean Twenge, Autorin der Studie.

Ebenfalls nach unten ging es für verheiratete Paare, die heute 11 mal weniger Sex im Jahr haben als in den Neunzigerjahren. Gleichzeitig haben auch immer mehr junge Menschen gar keinen Partner (eine Steigerung von 48 Prozent im Jahr 2005 auf 64 Prozent in 2014), was sich offenbar ebenfalls negativ auf die Häufigkeit des Sex' wirkt.

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Internationaler Trend?

Interessant ist: Die Ergebnisse der US-Studie spiegeln die einer deutschen Langzeitstudie der Universität Leipzig aus dem Jahr 2016 wider. Demnach haben auch in Deutschland junge Menschen weniger Sex als früher – und auch weniger Interesse daran. So fanden deutsche Wissenschaftler in der Studie heraus, dass über 30 Prozent aller alleinstehenden Menschen zwischen 18 und 30 im Jahr vor der Studie kein einziges Mal Sex hatten (Pressemeldung).

Wieso das so ist, das können sowohl die deutschen als auch die US-Wissenschaftler nicht genau sagen. Ausgeschlossen haben die US-Forscher als Grund aber längere Arbeitszeiten und erhöhten Pornokonsum – beides wirke sich eher positiv auf das Sexleben aus.

Andere Forscher glauben, neben dem erhöhten persönlichen Stress könnten aber soziale Medien und andauerndes Streaming von Serien unser Sexleben einschränken.

Die Jungen [...] pflegen Freundschaften über soziale Medien, anstatt den tatsächlichen sexuellen Kontakt zu suchen
Psychologe Elmar Brähler

"Schauen Sie sich um – die Menschen scheinen beim Abendessen mehr an dem Kasten vor sich als an der Person gegenüber von ihnen interessiert zu sein. Natürlich leidet der Sex unter solchen Umständen", sagt zum Beispiel der (nicht an der Studie beteiligte) Soziologie-Professor Mark Regnerus dem US-Portal The Verge.

"Die Jungen konsumieren eher Sexualität im Internet und pflegen Freundschaften über soziale Medien, anstatt den tatsächlichen sexuellen Kontakt zu suchen", sagt auch der Leipziger Medizinpsychologe Elmar Brähler zu der Leipziger Studie.

Und du? Falls du heute noch Sex hast – in welcher Stellung?

Future

Wie ich gelernt habe, andere Frauen nicht als Konkurrentinnen zu sehen

Vielen Frauen fällt es schwer, anderen Frauen Komplimente zu machen. Mir ging es selbst lange Zeit nicht anders. Damit meine ich nicht die oberflächlichen "Schönes-Kleid“-Komplimente. Sondern die tiefgründigen und aufrichtigen. Also die, die unsere wahre Wertschätzung für andere Frauen und unsere Faszination für deren Handeln ausdrücken. "Mich begeistert, wie liebevoll du mit anderen Menschen umgehst." Oder: "Ich bin beeindruckt von dem, was du erreicht hast."

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