Bild: imago/United Archives

"Na, das hast du ja mal wieder richtig toll gemacht." "Ist das jetzt eigentlich dein Ernst?" – Sätze, die du nicht nur von deiner Mutter und deinem Partner zu hören bekommst, sondern manchmal auch von dir selbst. 

Mit sich selbst zu reden, ist völlig normal. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass Selbstgespräche helfen können, die eigenen Gefühle zu kontrollieren – besonders dann, wenn man den richtigen Umgangston mit sich selbst pflegt. Und das ist scheinbar nicht die Du-Anrede, sondern die dritte Person

Eine US-amerikanische Forschergruppe hat untersucht, welche Auswirkungen es hat, wenn man sich in Selbstgesprächen mit dem eigenen Namen anredet. (Scientific Reports

Ihre Forschung basiert auf der Annahme, dass Selbstgespräche Menschen ermöglichen, über das eigene Verhalten nachzudenken, indem sie eine Art Distanz zur eigenen Person schaffen. Somit sollen Selbstgespräche zu einer besseren Selbstbeherrschung beitragen. 

Redet man von sich selbst also in der dritten Person, ist diese Distanz umso größer, so der Gedanke der Forscher.

Überprüft haben die Forscher diese Vermutung in zwei Versuchsschritten

  • Zunächst zeigten sie Probanden sowohl angenehme als auch unangenehme Bilder.
  • Dann wurden die Teilnehmer gebeten, sich an unschöne Erlebnisse zu erinnern. 

Ihre Empfindungen während der Versuche sollten sie entweder in der Ich-Form oder in der dritten Person wiedergeben, während Maschinen ihre Hirnströme maßen.

Das Ergebnis: Benutzten die Probanden ihren eigenen Namen, beziehungsweise "er" oder "sie", gab es weniger emotionale Aktivität im Gehirn. Daraus schlussfolgern die Forscher, dass Selbstgespräche in der dritten Person tatsächlich ein geeigneter Weg sind, sich selbst und seine Gefühle zu kontrollieren.

(Bild: Giphy )

Das nächste Mal, wenn du dich aufregst, solltest du also lieber sagen: "Na, das hat Helene ja mal wieder richtig toll gemacht." Oder: "Ist das jetzt eigentlich Helenes Ernst?" 

Du wirst zwar vielleicht mehr wie Gollum klingen, aber dafür hast du dich besser im Griff – selbst wenn dir jemand deinen Schatz klaut.


Streaming

"Hot Pie", der Bäcker aus "Game of Thrones", hat eine echte Bäckerei eröffnet
Mit einem großartigen Namen

Arya hat bei "Game of Thrones" nicht viele Freunde – aber auf "Hot Pie" (oder im Deutschen "Heiße Pastete") kann sie sich immer verlassen. Ihr Bäcker des Vertrauens arbeitet in einem Wirtshaus irgendwo im Norden Westeros. Er versorgt sie immer mit Pasteten und guten Ratschlägen, wenn sie auf der Durchreise ist (wie aktuell in Folge 2 der 7. Staffel).

Der Darsteller von "Hot Pie", Ben Hawkey, hat auch im echten Leben ein Talent fürs Backen. Nun hat er wie im Film eine Bäckerei eröffnet – namens "You know nothing Jon Dough".