Über Sex und unsere Körper zu sprechen, ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn wir in einem Land sind, das uns nicht vertraut ist und dessen Sprache wir noch nicht perfekt beherrschen. Das hat man auch in Schweden bemerkt. Die Schwedische Gesellschaft für Sexualerziehung (RFSU) hat deshalb damit begonnen, auf Youtube Aufklärungsvideos für Migrantinnen zu veröffentlichen – und die Schwedische Regierung unterstützt sie dabei.

Was passiert in den Videos?

Die Videos erklären mit einfachen, leicht verständlichen Grafiken, wie unsere Körper funktionieren, was Frauen und Männer erregt oder auch, wie ein Schwangerschaftabbruch funktioniert. Außerdem behandeln die Videos Themen, die vor allem Migrantinnen betreffen. Auch schwierige Themen wie weibliche Genitalverstümmelung werden erklärt – inklusive Klarstellung, welche Rechte junge Mädchen und Frauen in Europa haben. 

Nichts wird tabuisiert, die Videos bleiben aber betont sachlich und leicht verständlich.

Wir wollten bewusst, dass die Videos nicht belehrend oder herablassend sind.

sagt die Leiterin des Projekts, Magdalena Abrahamsson, in einem Interview. (The Local) Bisher sind die Videos auf Englisch und in einer Reihe von anderen Sprachen wie Arabisch, Kurdisch oder Persisch verfügbar.

Warum ist das wichtig?

In Schweden kommen zurzeit, ebenso wie in Deutschland, viele Menschen an, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Viele von ihnen stammen aus Ländern, in denen über Sexualität im Allgemeinen und die weibliche Sexualität im Speziellen nur wenig gesprochen wird. "Wir haben außerdem festgestellt, dass manche der neu ankommenden Frauen aus Gesellschaften kommen, in denen gänzlich andere Normen, Regeln und Gesetz gelten", sagt die schwedische Ministerin für Soziales, Annika Strandhäll. "Diese Videos sollen ihnen helfen, sexuelle Rechte in Schweden besser zu verstehen."

Aufklärung gibt's übrigens auch hier auf bento:

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Wie reagieren die Frauen?

Trotz der schwierigen Themen kommen die Videos nach Auskunft der Macherinnen auch bei Frauen aus konservativen Ländern wie Somalia, Afghanistan oder Syrien sehr gut an. "Wir hatten bislang keine Schwierigkeiten, im Gegenteil: Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Viele finden es aufregend und interessant, diese Informationen zu bekommen", sagt Magdalena Abrahamsson.

Die schwedische Regierung will die Video-Reihe jetzt zusätzlich mit 350.000 Euro unterstützen. Mit dem Geld sollen die Videos bald in weitere Sprachen übersetzt werden.

Die englischsprachigen Aufklärungsvideos finden sich HIER.


Streaming

Du kannst jetzt "Suits" weiter auf Netflix suchten
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