Sex ist nicht immer so toll, wie wir es gerne hätten – mitunter kann er sogar wehtun. Das bestätigt auch eine Studie, die 2015 im Journal of Sexual Medicine erschien. Befragt wurden rund 1700 Männer und Frauen. Die meisten von ihnen waren heterosexuell.

Das Ergebnis: Tatsächlich hatte gut jede dritte der befragten Frauen bei ihrem letzten Geschlechtsverkehr Schmerzen. Bei den Männern waren es etwa sieben Prozent.

Wie kann es dazu kommen? In unserer heutigen Vögelkunde fragen wir: Warum kann Sex schmerzen – und was lässt sich dagegen tun? 

"Die Gründe, warum Sex schmerzt, lassen sich in der Regel in zwei Kategorien einteilen", sagt Gynäkologin Cornelia Friedrich. Es gibt die sogenannten Dyspareunien, sexuelle Schmerzstörungen, die sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Und es gibt den Vaginismus – eine Penetrationsstörung, die nur bei Frauen vorkommt. Wir erklären, was das bedeutet.

1. Sexuelle Schmerzstörungen können biologische oder psychische Ursachen haben.

Körperliche Ursachen bei Frauen sind beispielsweise Entzündungen der Vaginalschleimhäute oder Blase, eine Pilzinfektion oder Zysten, also mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, erklärt Friedrich. Möglich sind auch Narben in der Scheide, etwa durch die Geburt eines Kindes oder eine Operation.

"Entzündungen lassen sich in der Regel mit Antibiotika behandeln", sagt die Gynäkologin. Bei den Vernarbungen helfe Gleitmittel oder eine operative Korrektur. Zysten müssten mitunter operiert und dadurch entfernt werden.

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Eine häufiges Ursache für sexuelle Schmerzstörungen bei Frauen ist auch die Endometriose, eine Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle. Wie sehr die Endometriose beim Sex schmerzt, hängt jedoch davon ab, wo genau sie sich befindet. 

"Sitzen die Wucherungen in der Nähe der Scheide, kann es beim Sex höllisch weh tun", so Friedrich. Befinden sich die Herde der Endometriose hingegen im Bauchraum, kann es sein, dass die Frau sie kaum spürt. Behandeln lässt sich die Krankheit mit Hormonpräparaten oder mit einer Operation.

Auch bei Männern können Entzündungen den Sex unerträglich machen. Etwa Entzündungen der Prostata, der Nebenhoden oder der Blase.

"Auch hier helfen in der Regel Antibiotika", sagt Friedrich.  Ein spezieller und seltener Fall ist die sogenannte Induratio penis plastica. "Bei der Krankheit sammeln sich am Penisrücken Bindegewebeablagerungen, Kollagen und elastische Fasern", sagt die Fachärztin. 

Die Folge: Die betroffene Stelle des Penis' verhärtet und krümmt sich mitunter. Wie es zu der Krankheit kommt, ist bislang nicht erforscht. Im Frühstadium können meist noch Medikamente oder eine sogenannte Stoßwellentherapie helfen. Ist der Penis bereits verkrümmt, werden die Ablagerungen meist operativ entfernt.

2. Wenn Sex wehtut, kann das auch psychische Ursachen haben.

"Dies betrifft in der Regel Frauen", sagt Gynäkologin Friedrich. Stress im Job oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper zum Beispiel – beides würde sich bei Frauen häufiger auf die Psyche schlagen als bei Männern. 

Hat die Frau dennoch Sex – und stellt die eigenen Bedürfnisse hinten an – kann es vorkommen, dass die Erregung ausbleibt und die Vagina damit nicht feucht wird. Dringt er in sie ein, tut es dann weh. "Da hilft nur eins: Offenheit und Kommunikation", sagt Friedrich. 

"Um zu wissen, was mir beim Sex gefällt, muss ich mich erst mal ausprobieren. Tut mir eine Stellung dann weh, muss ich mich trauen, das meinem Partner zu sagen." Sonst könne der kaum wissen, wie tief er seinen Penis in die Scheide einführen soll und was die Frau wirklich stimuliert.

3. Eine spezielle Form von Schmerzen ist der Vaginismus.

Dabei handelt es sich um eine unwillkürliche Verkrampfung der Scheide. "Der Beckenboden zieht sich derart zusammen, dass die Frau sich nicht mal mehr einen Tampon in die Scheide einführen kann", erklärt Friedrich. "Geschweige denn einen Penis." 

Gründe, warum Frauen einen Vaginismus entwickeln, sind unterschiedlich. "Oft liegen die Ursachen in der Kindheit und Jugend", sagt die Gynäkologin. Wurde Nacktheit im Elternhaus beispielsweise verteufelt, kann das langfristig dazu führen, dass es sich auch im Erwachsenenalter nicht auf Sex einlassen kann und verkrampft.

Frauen mit Vaginismus kann eine Sexualtherapie helfen. "Hier lernen die Betroffenen, Sex neu zu bewerten und sich zu öffnen", sagt die Gynäkologin. Eine solche Behandlung sei jedoch kein Muss. Denn nicht jede der Frauen leide darunter, dass ihr Partner nicht in sie eindringen könne: "Ein erfülltes Sexualleben lässt sich schließlich auch ohne Penetration haben."


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