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Gruselfilme gehen nicht mehr!

Wie will ich wohnen? Was passt zu mir?

Seit meinem Auszug aus dem Elternhaus habe ich nur in WGs gelebt. Zuletzt in einer 5er-WG in Köln. Jetzt bin ich für drei Monate in Hamburg. Hier wohne ich in einer Einzimmerwohnung. Ganz allein.

Ich spüre den Unterschied. Elf Dinge, die ich durchs Alleinleben gelernt habe:
1. Gespült bleibt gespült.

Morgens liegt das Geschirr sauber neben dem Waschbecken. Und abends liegt es noch immer dort. Das pure Glück, wenn man einfach anfangen kann zu kochen, ohne vorher fremde Soßenreste wegkratzen zu müssen!

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2. Packungen bleiben voll.

Ich stehe auf, nehme die Zahnbürste, öffne die Zahnpasta und... die Tube ist nicht leer. Zum Frühstück mache ich mir Müsli, öffne den Kühlschrank und... es ist noch Milch da! Auch mein Shampoo hält neuerdings außergewöhnlich lang. Hach.

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3. Nackt rumlaufen macht Spaß!

Direkt von der Dusche ins Bett – ohne vorher im viel zu kleinen Handtuch eingewickelt an meinen Mitbewohnern und deren Freunden durchs Wohnzimmer huschen zu müssen: sehr entspannend.

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4. Aber: Für die Fenster bin ich selbst verantwortlich.

Es gibt niemanden, den ich anrufen kann, wenn es anfängt zu regnen.

5. Dafür ist das Klo immer frei.

"Ich geh mal kurz aufs Klo": In einer WG kann das alles bedeuten. Denn "kurz" ist sehr dehnbar – je nachdem, wer gerade auf dem Pott sitzt. Unendliche Minuten habe ich mit überkreuzten Beinen vor der Klotür gewartet. Jetzt habe ich ein Badezimmer nur für mich alleine. Und wenn ich will, kann ich sogar die Tür offen lassen, ohne dass mich jemand stört.

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6. Der Kühlschrank ist verdammt laut.

Kein Geballer aus dem Zimmer meines Zocker-Mitbewohners. Kein Filmsound vom Beamer im Wohnzimmer. Kein nächtliches Gegröle der Feierwütigen. In meiner kleinen Bude ist es still. Seeehr still. Ich höre jetzt sogar den Kühlschrank.

7. Das Handy wird überlebenswichtig.

Der Akku ist leer und das Aufladegerät liegt im Büro? Wie schaffe ich es jetzt, pünktlich aufzustehen? Dass keiner da ist, der zum Wecken den Kopf ins Zimmer steckt, heißt auch: Dein Handy ist dein Mitbewohner.

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8. Das Müllproblem bleibt dasselbe.

Bei Mama hat sich der Müll von selbst geleert, in der WG ist er von selbst voll geworden. So schnell, dass ihn jemand rausbrachte, bevor er nach was riechen konnte. Ich allein produziere zwar nicht so viel Müll, dafür bleibt der Abfall aber länger in der Tonne liegen – und stinkt irgendwann. Ich muss ihn rausbringen, auch wenn er nicht voll ist. Und gehe damit genauso oft mit dem Sack nach unten, als wenn ich in einer WG leben würde.

9. Es ist schwer, für eine Person zu kochen. Und einzukaufen.

Ich bin satt, der Topf ist noch voll. In meiner Einzimmerwohnung wird kein hungriger Mitbewohner vom Essensgeruch angelockt, ich muss jetzt alles allein verdrücken. Im Supermarkt sind aber alle Packungsgrößen darauf ausgelegt, dass sich mehrere Menschen davon ernähren können. Und wirklich: Allein eine Packung Salami oder frisches Gemüse zu essen, bevor das vergammelt, ist eine Herausforderung!

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10. Den Schlüssel darf man NIEMALS vergessen.

Wie oft stand ich in meinem Leben schon vor verschlossenen Türen: Mist, Schlüssel vergessen. Bei den Eltern oder in der WG kein Problem, irgendwann kam schon jemand. Wer allein wohnt, der kann lange warten.

11. Gruselfilme vor dem Einschlafen gehen nicht mehr.

Ich bin ein Schisser. Schon beim "Tatort" halte ich mir manchmal die Augen zu. Gruseln kann Spaß machen – aber nur, wenn man sich danach mit jemandem darüber lustig machen oder sich an ihn kuscheln kann. Und das ist allein unmöglich.

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In fünf der sechs größten EU-Staaten steigt die Zustimmung zur Europäischen Union (EU) wieder. In Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und dem Brexit-Land Großbritannien sehen die Einwohner laut einer repräsentativen Umfrage ihre EU-Zugehörigkeit positiver als noch im März. Gefragt wurde von der Bertelsmann-Stiftung:

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