Schusswaffen machen mir Angst. Wird sich das ändern?

Mit Waffen habe ich nicht viel zu tun. Ich war noch nie auf einem Schießstand, habe noch nie geschossen. Ich – und auch die Menschen in meinem Umfeld – verbinden mit Waffen vor allem eins: Gewalt, Tod und Leid.

Doch Waffen sind nicht nur in den Händen von Mafia-Bossen und SEK-Polizisten, sondern auch bei ganz normalen Menschen zu finden: Die Anzahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland steigt. Wer den besitzt, darf zum Beispiel mit einer Schreckschusspistole auf Schießständen oder auf einem privaten Grundstück schießen. Ende 2019 waren etwa 665.000 dieser Scheine im Nationalen Waffenregister eingetragen. Damit hat sich die Anzahl in fünf Jahren mehr als verdoppelt. (SPIEGEL

Schießen als Hobby?

Für manche Menschen ist Schießen einfach ein Sport. Sie trainieren in Schützenvereinen, nehmen an Wettkämpfen teil. Offenbar ganz ohne mulmiges Gefühl. 

Ich muss zugeben, dass ich trotz meiner Scheu auch neugierig bin. Wie fühlt es sich an zu schießen? Kann ich Ausführung und Einstellung voneinander trennen? Um das herauszufinden, nehme ich an einem Schießtraining teil. 

Der Kurs wird von dem Ehepaar Frank und Michaela Gropp geleitet. Sie haben eine Sicherheitsfirma, bieten Schießkurse an und bilden auch Sicherheitskräfte an der Waffe aus. In dem Kurs, den ich besuche, sind nur Frauen. Schießen ist stereotyp ein Männersport, in rein weiblicher Runde sollen sich die Frauen in Ruhe austauschen und ausprobieren können.

Im Video seht ihr, was mein erster Schuss mit mir gemacht hat – und warum die anderen Frauen so gern schießen.


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