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Am Wochenende sind in den USA erneut zehntausende Frauen und Männer für Frauenrechte und Gleichberechtigung auf die Straße gegangen. Gleich in mehreren Städten fand der Women's March statt, pünktlich zum Jahrestag von Donald Trumps Amtseinführung als US-Präsident. (bento)

Der Women's March hatte vor einem Jahr als Protest gegen Trump begonnen – mittlerweile ist er zu einer Bewegung geworden.

Auch Hollywood-Stars engagieren sich bei der Protestbewegung, darunter die Schauspielerin Scarlett Johansson. In einer wütenden Rede hat sie sich nun gegen ihren Kollegen James Franco gestellt – und deutlich gemacht, was Protest bedeutet.

Franco hatte sich während der Golden Globes mit einem Ansteckpin von "Time's Up" gezeigt. "Time's Up" ist eine Initiative mehrerer Hollywood-Frauen, mit der sie auf sexuelle Belästigung aufmerksam machen wollen. Sie wurde nach der "MeToo"-Debatte gestartet.

Zwar wird die Initiative auch von Männern unterstützt, Scarlett Johansson findet aber, dass ausgerechnet Franco kein Recht hat, sich mit der Arbeit zu schmücken. Denn ihm werden selbst Übergriffe vorgeworfen. In ihrer Rede auf dem Women's March ruft sie:

Wie kann jemand öffentlich eine Organisation preisen, die den Opfern sexueller Übergriffe hilft, wenn er im Privaten selbst Jagd auf Menschen macht, die sich nicht wehren können?
Scarlett Johansson

Johansson erwähnt zwar Francos Namen während der ganze Rede nicht, es wird aber deutlich, dass er gemeint ist. Später bestätigt ein Manager von ihr gegenüber der "Los Angeles Times", dass Franco gemeint war.

Mehrere Frauen werfen ihm ungebührliches Verhalten vor, über Instagram soll er sich an eine 17-Jährige herangemacht haben (Mashable). Franco selbst bestreitet die Vorwürfe.

Johansson spricht in ihrer Rede von einer "Wut", die sie seit Jahren in sich trägt, wenn sie das Verhalten einiger Männer in Hollywood beobachte. "Über Jahrzehnte sollten Frauen höflich und bescheiden sein und die Wünsche der Männer befriedigen", sagt sie. Aber damit sei nun Schluss:

Ich habe mir eine neue Regel auferlegt: Keine Bescheidenheit mehr!

Sie wolle nicht mehr die Schuld bei sich suchen, wenn sie einem Mann nicht gerecht werde. Wenn sich etwas "falsch anfühlt", dann könne man demjenigen ohne Reue vor den Kopf stoßen.

Hier könnt ihr die Rede von Scarlett Johansson anschauen:

Und hier könnt ihr mehr über den diesjährigen "Women's March" lesen:


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