Gemeinsam essen mit der Familie, die Ruhe der Moschee spüren und mehr Zeit im Gebet verbringen. Der Fastenmonat Ramadan ist für viele Muslime ein sehr spiritueller Monat, auf den sie sich jedes Jahr freuen.

Allerdings gibt es auch jedes Jahr wieder die großen und kleinen Hindernisse rund ums Fasten. Das kennst du nur, wenn du auch im Ramadan fastest:

Einer deiner Onkel aus dem Ausland macht wieder den nervigen Dattelwitz. Und zwar mehrmals hintereinander.

Nach islamischer Überlieferung hat der Prophet Muhammed jeden Abend drei Datteln ("three dates") gegessen, um sein Fasten zu brechen. Im Englischen freuen sich Muslime seither über die "Date Night". You get it?

Im Ramadan isst und trinkst du zwar am Tag nichts. Aber trotzdem dreht sich eigentlich alles ums Essen.

Im Fastenmonat wird oft für die ganze Familie gekocht, angefangen von einer warmen Suppe – bis hin zum Nachtisch. Ähnlich wie an Weihnachten kommt die Familie zusammen. Und irgendwann landen alle im Fressflash.

Deine deutschen Freunde gehen in der Mittagspause etwas essen. Du kannst ihnen beim Burger-Futtern zuschauen – oder aber du bleibst einsam und hungrig am Schreibtisch zurück.
Allerdings musst du ihnen jedes Jahr wieder erklären, warum du fastest.

Hier noch mal die Basics: Das Fasten gehört zu den fünf Geboten der Muslime und wird im Koran vorgeschrieben. Im Ramadan sollen Muslime mehr beten und an die Bedürftigen denken, die nicht jeden Tag etwas zu Essen haben. Außerdem geht es im Ramadan um Enthaltsamkeit vor materiellen Bedürfnissen (Hier kannst du mehr erfahren).

Die häufigste Frage: "Nicht mal Wasser?!"
Und dann denken sie, du und deine Familie feiern einen Monat lang jede Nacht wilde Partys.
Im Ramadan nimmst du alles anderes wahr. Plötzlich siehst du überall nur noch Essen. Essen. ESSEN!
Wenn du die Gebetswaschung machst, versuchst du alles Erdenkliche, um kein Wasser zu schlucken.

Vor dem täglichen Gebet waschen Muslime ihr Gesicht, Hände und Füße. Die rituelle Reinigung wird im Arabischen "wudu" genannt. Dabei wird der Mund drei Mal mit Wasser ausgespült.

Mittags knurrt dein Magen so laut, dass sich alle nach dir umdrehen. Und du tust so, als ob du nichts gehört hättest.
Wenn du in die Moschee gehst, sprich der Imam das Tarawih-Gebet so schnell, dass du nicht mehr mitkommst.

Gebete sind in mehrere Einheiten, sogenannte "Raka" unterteilt. Und das Tarawih ist eine besondere Form, die nach dem abendlichen Fastenbrechen gesprochen wird. Mit prallvollem Magen ist man da oft noch zu träge.

Ständig himmelst du die Uhr an. Erst zählst du die Stunden, dann Minuten und dann Sekunden. Schließlich beginnst du auf die Sekunde genau mit dem Essen.
Du nimmst dir jeden Ramadan vor, dir den Bauch dieses Mal nicht vollzuschlagen. Okay, aber erst nach dem nächsten Iftar...

"Iftar" wird das Essen zur Abenddämmerung genannt, es beginnt nach Sonnenuntergang. Das Essen am frühen Morgen wird "Sahur" genannt und findet noch vor der Morgendämmerung statt.

Beim Sahur trinkst du so viel Wasser, wie nur möglich.
Im Ramadan sollten Muslime mehr beten und gelassener sein. Tatsächlich schlummert in dir ein Hulk.
Trotzdem – deine Nachmittage sehen meist so aus:

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Gerechtigkeit

Was genau passiert eigentlich im Ramadan?
Und nehmen Muslime dann viel ab?

In der Nacht zu Dienstag beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. In der arabischen und asiatischen Welt, aber auch in Deutschland leben Millionen von Muslimen dann für vier Wochen enthaltsam. Was genau sie dabei machen – und ob sie tatsächlich abnehmen – erfährt du hier.

Was genau ist der Ramadan?

Der Name steht für einen bestimmten Monat im islamischen Kalender. Muslime betrachten ihn als besonders heiligen Monat und legen während des kompletten Ramadan eine Fastenzeit ein. Sie wollen so zu innerer Ruhe finden und damit Gott näher kommen. Für viele Gläubige ist der Ramadan ein sehr spiritueller Monat. Andere betrachten ihn mit Augenzwinkern: