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Jeden Sonntag stellt ein Mitglied der bento-Redaktion seine persönlichen Highlights vor. Dieses Mal: Nike.

Was mache ich eigentlich, sollte ich auf Facebook einen Live-Mord mitbekommen? Was bedeutet Feminismus für mich? Mit diesen Fragen habe ich mich diese Woche beschäftigt. Außerdem mit dem 100. Tag der Amtszeit von Donald Trump und mit der Türkei, in der gerade Kuppel-Shows im Fernsehen abgesetzt und die Wikipedia gesperrt wurden.

Hier sind meine Storys der Woche:

Marc Röhlig hat mit der feministischen Regisseurin Erika Lust über Pornos geredet. Ein sehr offenes Gespräch, in dem Erika auf jede von Marcs Fragen antwortet – und jetzt weiß ich auch mehr über diejenigen, die sich Erikas Pornos anschauen.

Manchmal kann Mut das ganze Leben verändern. Wenn man sich wirklich traut, diesen einen Schritt zu gehen, von dem man schon lange träumt. Carolin Martz hat mit Aleksandra gesprochen, die von Deutschland nach Lissabon gegangen ist. Dafür hat sie ihre Heimat verlassen – nicht nur den Ort, sondern auch das Gefühl.

In der Kita war alles noch so einfach: Wer dieselben Spiele mochte, war befreundet. Jetzt sind wir irgendwie erwachsen – und die Beziehungen sind anspruchsvoller geworden. Mit engen Freunden verbinde ich mehr als ein gemeinsames Hobby.

Deswegen fällt es mir schwer, mich in die beiden Kumpels dieser Geschichte hineinzuversetzen: Der eine ist linker Aktivist, der andere Mitglied einer konservativen Partei. Trotzdem kommen die beiden richtig gut klar. Rena Föhr hat mit ihnen über ihre besondere Beziehung gesprochen:

Ich trinke keinen Kaffee. Mag ich einfach nicht. Aber fast alle, die ich kenne, können nicht ohne. Wie fühlt sich aber ein Leben an, in dem man so wenig Geld hat, dass man sich keinen leisten kann? 

Felix Huesmann hat eine Frau getroffen, die dafür kämpft, dass alle Kaffee trinken können. Keiner, der mit Wasser gestreckt ist – sondern einen richtig leckeren, frisch gemahlenen Kaffee. Ihre Aktion ist großartig und macht ärmere Menschen und Obdachlose für einen Moment des Tages glücklich:

Was ich auch immer gut ginde: Umfragen, bei denen ich sehen kann, was alle anderen Leute um mich herum so denken oder fühlen. Zum Beispiel diese hier:

Vergangene Woche hat Sophia ihre Lieblingsstorys vorgestellt

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So stellt sich unser Innenminister Deutschsein vor. Wir haben ein paar Fragen

Wer sind wir Deutschen, wer wollen wir sein? Diesen großen Fragen widmet sich Innenminister Thomas de Maizière in der "Bild am Sonntag". In zehn Punkten fasst er dort zusammen, welchen bisher ungeschriebenen Regeln unsere Gesellschaft seiner Meinung folgt – nach welcher "Leitkultur" wir leben. 

"Es ist die Mischung, die ein Land einzigartig macht und die letztlich als Kultur bezeichnet werden kann", schreibt der CDU-Politiker und oberste Polizeichef des Landes. Dann kommen die zehn Thesen über die Gegenwart und über die Vergangenheit Deutschlands. Es geht ihm um Bildung, Patriotismus und Religion.