Bild: pixabay/ Montage: bento

Toowoomba möchte die Welt verändert. Die Stadt in Australien hat sich zur "City free from Porn" erklärt – zur pornofreien Stadt. Das Ziel dahinter: Ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.

Hinter dem Vorhaben steckt Toowoombas Bürgermeister Paul Antonio und eine Gruppe von mehr als 200 Männern – vom Studenten bis zum Geschäftsführer. Die Gruppe veröffentlichte bereits Anfang der Woche ein Statement auf der eigens gegründeten Facebook-Seite. Darin ist zu sehen, wie die Männer einen Schwur ableisten.

Und vor Pornografie warnen, die Frauen herabwürdigt und ausbeutet:

Mayor Paul Antonio leads the rally in a pledge acknowledging the harms of porn to our community.

Posted by A City Free From Porn on Montag, 10. Oktober 2016

Toowoomba hat eta 100.000 Einwohner – und auch Stripclubs, Sexshops und Bordelle. Die sollen nicht geschlossen werden, eher gehe es mit dem Schwur und der Kampagne um einen symbolischen Akt, sagte Antonio zur Nachrichtenseite ABC. Es gebe Aktionen gegen Alkohol, Zigaretten und Drogen – aber nichts im Kampf gegen Pornografie.

"Wir reden hier von Menschen, die von Pornografie betroffen sind – und wie sich das auf Beziehungen auswirkt."
Der Bürgermeister von Toowoomba

Das Anliegen der Männeraktivisten ist wichtig – zu oft werden Frauen in Pornos als bloße Objekte dargestellt. Die Kampagne gegen Sexfilme an sich wirkt jedoch seltsam überzogen. Und skandalisiert Sex, wo es nicht nötig wäre:

Eine "City free from Porn" wäre Toowoomba sicher nur, wenn sie das Internet flächendeckend abstellen würde.

Porno gibt's auch in feministisch:

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