Bild: Erika Lust
Die Idee kommt von den Jusos.

Mit immer gleichen Rein-Raus-Geschichten soll nach Meinung der Berliner SPD bald Schluss sein. Die Partei möchte mehr feministische Pornos fördern – auch mit Steuergeld. (SPD)

Das hat jetzt die Berliner SPD auf ihrem Parteitag beschlossen. Die positiven Pornos könnten dann auch bei ARD und ZDF laufen.

Bei der Maßnahme geht es nicht darum, einfach mehr Sex zu zeigen – sondern den Sex, der sowieso überall gezeigt wird, authentischer dazustellen. Dahinter steckt also ein gesundheitspolitisches Anliegen. 

"Feministisch" bedeutet entsprechend auch nicht, einseitig Pornos für Frauen zu konzipieren, sondern Pornos, bei denen es gleichberechtigt zwischen allen Beteiligten zugeht und niemand herabgewürdigt wird. Denn in vielen Pornos dominiert oft der Mann das Geschehen, nicht wenige Szenen haben mehr mit "MeToo" als mit Lust zu tun.

Jugendliche kommen sowieso überall an Sexfilme ran, statt "Mainstream-Pornos" soll es mehr echte Aufklärung geben.

Die Idee geht auf die Jusos zurück, die Jugendorganisation der SPD. Die hatten bereits vergangenen Herbst einen Antrag auf die staatliche Förderung feministischer Pornos gestellt – um der Jugend ein realistischeres Bild von Sexualität zu vermitteln: 

Genau das hat nun auch die "alte" Partei angenommen.

Das Vorbild für die "guten" Staatspornos kommt aus Schweden.

In Schweden hat das dortige staatliche Filminstitut 2009 die feministische Pornosammlung "Dirty Diaries" mit gut 50.000 Euro gefördert. Für Deutschland würde das bedeuten: Du brauchst bald kein YouPorn mehr, ein Klick in die ARD-Mediathek reicht.

Wann und ob die Pornos kommen, ist aber noch nicht sicher. Als nächstes soll der SPD-Bundesparteitag den Antrag annehmen. Dann müsste die SPD im Parlament eine Mehrheit für ein mögliches Gesetz mobilisieren.


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