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Warum sich jetzt viele über einen "Nido"-Artikel aufregen.

Ein Vater steht mit seiner Tochter in der Apotheke, mit ihnen wartet eine "korpulente Frau". Vater und Tochter sehen sich an, "grinsen und reden danach minutenlang darüber, wie sehr, sehr dick sie war".

Die Episode hat ein Autor in der jüngsten Ausgabe des Elternmagazins "Nido" geschildert. Sie ist Teil der Titelgeschichte "33 Dinge, die mit Kindern erst so richtig Spaß machen". Diese eine Szene bezieht sich aufs Lästern.

Das, so schreibt der Vater, schweiße zusammen – die Familie werde so zu einem "Stamm, und das ist mehr als Familie". Man grenze sich durch Lästern ab. Am Ende witzelte der Vater mit seiner Tochter über dicke Astronauten.

Die Kolumne soll also beispielhaft zeigen, wie man mit Kindern befreit blödeln kann. Gedacht als ehrlicher Einblick ins Elternleben. Der Grundtenor: Wir alle lästern. Und es ist gut, Kindern dabei einen unverkrampften Umgang beizubringen.

Auf Twitter kam der kurze Text hingegen gar nicht gut an.

Eine Nutzerin meint, so bringe man Kindern Bodyshaming bei:
Andere steigen in mehreren Tweets mit ein:
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Die "Nido"-Redaktion selbst hat schnell und transparent auf die Vorwürfe reagiert. Auf Twitter veröffentlichte sie eine Stellungnahme, in der sie sich von Bodyshaming distanziert und den Text einordnet:

"Wir haben uns für [das Thema] entschieden, ganz einfach, weil es ehrlich ist."

Zuvor habe es in der Redaktion eine lange Diskussion darüber gegeben, ob es okay ist, die Szene so zu schildern. Hier ist das komplette Statement:

Du kennst jetzt die Tweets beider Seiten. Was denkst du darüber?

Haha

Wie MacGyver! Diese Frau kocht ein Nudelgericht mit einer Coladose
Und zwar im Großraumbüro.

Das Internet ist voller Tips und Hacks, die das Leben leichter machen. Alltagstricks, wie zum Beispiel das Saubermachen von Turnschuhen, das Falten von T-Shirts oder wie man Wasser am schnellsten zu Eis macht.

Bei YouTube gibt es nun einen Video-Blog einer jungen Frau, die kocht.