Bild: unsplash.com / Alexis Brown

Copycats, aufgepasst! Wer sein Gegenüber beim Kennenlernen nachahmt, kommt besser bei ihm an – zumindest laut einer neuen Studie der Universität Leipzig und der Freien Universität Berlin. Die Forscher haben das Angleichen von Mimik, Gestik oder Körperhaltung – "sozialer Mimikry" genannt – untersucht. 

Das Ergebnis der Studie: Je stärker ein Proband den anderen nachmachte, desto sympathischer wurde er empfunden. 

Die Wissenschaftler bezeichneten diese Personengruppe als "soziale Chamäleons". 

Wie ist die Studie zustande gekommen?

Die Forscher teilten 139 Studienteilnehmer in gleichgeschlechtliche Kleingruppen ein und beobachteten, wie die Fremden sich beim Kennenlernen verhielten. Vor und nach dem Kennenlernen musste jeder Einzelne angeben, wie sympathisch er die Gruppenmitglieder findet. Anschließend wurden die Videoaufnahmen des Aufeinandertreffens analysiert. 

  • Je besser der erste Eindruck einer Person also ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir sie nachmachen. 

So vermitteln wir unbewusst, dass wir den anderen nett finden und können uns umgekehrt noch sympathischer wirken lassen, sagt die Forscherin Maike Salazar Kämpf von der Uni Leipzig.

Durch Mimikry teilen wir unbewusst mit, dass wir jemanden mögen und können damit unsere eigene Beliebtheit steigern.
Maike Salazar Kämpf
Genau das ist aber auch der Haken am sozialen Mimikry. 

Wenn der Gegenüber die Sympathie vorgaukelt und diese mit Nachahmen verstärken kann, bemerkt man das nur und wenn überhaupt mit guter Menschenkenntnis. Außerdem wurde nicht untersucht, ob sich der Sympathiefaktor ändert, wenn Männer und Frauen ihr Verhalten während des Gesprächs angleichen. 

  • Falls also noch Luft nach oben auf der Beliebtheitsskala ist – ein bisschen den Gegenüber imitieren kann helfen. 

Aber bitte nicht übertreiben, denn Blender im Freundeskreis kann keiner leiden, sozialer Mimikry hin oder her. 

Auch sehr sympathisch sind übrigens kitzelige Menschen:


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