Es gibt viele Männer, die Gewalt gegen Frauen ausüben. Das wird seit dem Hashtag "MeToo" wieder schmerzlich bewusst. Angestoßen von Anschuldigungen gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein berichten Menschen auf aller Welt von sexueller Belästigung und Übergriffen. 

Die Geschichten zeigen: Vergewaltigungen, Machtmissbrauch und Erniedrigungen sind trauriger Alltag. 

Nun haben Filmemacher Männern eine simple Frage gestellt: Könnt ihr Pornoszenen von "MeToo"-Erfahrungen unterscheiden?

Die Männer sollten kurze Handlungen vorlesen und dann entscheiden, ob diese einen Pornofilm beschreiben – oder von Frauen als "MeToo"-Geschichte veröffentlicht wurden. 

  • Es geht um Geschichten wie: Eine junge Frau kommt spät von einer Party heim, ihr Stiefvater will sie bestrafen und zwingt sie zum Sex. 
  • Oder: Zwei Typen schleichen sich in das Schlafzimmer einer College-Studentin – und begrabschen sie. Weil sie sich nicht wehrt, haben sie Sex.
Hier könnt ihr das Experiment sehen:

Hinter dem Film stecken die Niederländerinnen Damayanti Dipayana und Camilla Borel-Rinkes. Nach dem Experiment haben die Frauen mit den Männern gesprochen und ein weiteres siebenminütiges Video gedreht. Darin erzählen die Männer von ihren Blick auf sexuelle Gewalt, wie sie durch Pornos normalisiert wird und was Männer jetzt tun können.

"Das Projekt soll helfen, Männer mit in die Diskussion um 'MeToo' zu holen und Lösungen zu finden", sagt Dipayana der "Huffington Post". Es gebe viel, was die "guten Kerle" tun könnten. 

Hier könnt ihr die Diskussion sehen:
Im Endeffekt sind alle Szenen, die vorgelesen wurden, aus Pornofilmen – viele klangen aber so, als ob sie echte Übergriffe und Vergewaltigungen beschreiben.

Eine US-Studie aus dem Jahr 2010 untersuchte über 300 der beliebtesten Pornos. Mehr als 88 Prozent davon zeigten körperlichen und verbalen Missbrauch oder spielten als Handlung sogar Übergriffe und Missbrauch nach: 

  • Die betrunkene, wehrlose Frau. 
  • Die ausgelieferte Stieftochter. 
  • Die vom Chef abhängige Mitarbeiterin.

Natürlich gibt es Pornos, in denen Darstellerinnen und Darsteller aus freien Stücken erniedrigt oder geschlagen werden, BDSM ist bei Zuschauern ein beliebtes Motiv. In weitaus mehr Filmen werden die "Stars" aber überrumpelt, überredet oder durch Abhängigkeiten zu Handlungen gezwungen. Viele Darstellerinnen fliehen nach wenigen Wochen bereits wieder vor dem Missbrauch, der ihnen am Set widerfährt. 

Das ist ein Problem: Pornos sind für viele Menschen der erste Kontakt mit Sexualität. In vielen Ländern, egal ob christlich, jüdisch oder muslimisch, wird Aufklärung an Schulen aktiv unterbunden. Zusätzlich hindert Scham die Kinder und Jugendlichen daran, mit ihren Eltern darüber sprechen zu können. 

Es geht auch anders. Wir haben eine feministische Porno-Regisseurin gefragt:

Konsens ist kein beliebtes Thema in Pornofilmen. Wer ohne Kontext mit solchen Clips konfrontiert wird, kann das gewaltsame und übergriffige Verhalten für die Normalität halten – und schlimmstenfalls nachahmen. 

Übergriffiges Verhalten in Pornos als normal darzustellen, produziert neue Täter, aber auch neue Opfer, die sich nicht wehren (Uni Nottingham).

Denn so wird Sex doch gemacht, oder? 
  • Eine Metastudie aus dem Jahr 2015 belegt diese Hypothese, sie betrachtete dafür Daten aus sieben Ländern. Das Ergebnis: Egal, ob als Mann oder Frau – wer viele Pornos schaut, neigte eher dazu, aggressiv und übergriffig zu werden. 
  • Andere Forscher sagen: Wenn viele Pornos geguckt werden, gibt es weniger Vergewaltigungen, die Filme können als Ventil fungieren. 

Die Debatte, wer hier Recht hat, ist noch nicht abgeschlossen. 

Nur eins ist auf jeden Fall klar: Ein offenes Gespräch und eine Diskussion über das Thema sind notwendig – in der Öffentlichkeit, in den Schulen und den Familien. Damit die Aufklärung nicht der Porno-Industrie überlassen wird.

Auch beim Flirten fällt es Männern schwer, die Signale von Frauen zu deuten. ​Forscher der University of Iowa wollten das genauer untersuchen – und haben 183 Studenten deshalb Fotos von Frauen vorgelegt und sie gefragt: "Auf einer Skala von -10 bis +10, wie sehr ist diese Frau an dir interessiert?"

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