Louise Delage ist angeblich 25 Jahre alt, kommt aus Paris und zeigt auf Instagram Bilder von ihren Reisen. Das sieht dann so aus:

Am Strand in der Bretagne
In Berlin
In Saint-Tropez
Und, aufgefallen?

Auf den Bildern von Louise ist immer irgendwo ein Drink. Wenn sie nicht gerade ein Glas oder eine Bierflasche in der Hand hält, steht ein alkoholisches Getränk neben ihr in Reichweite.

Louise hat offenbar nicht nur ein schönes Leben, sondern auch ein Alkoholproblem. Und die Fans feuern sie mit jedem Like noch dabei an.

Zumindest ist das die Idee. Denn Louise gibt es gar nicht. Der Instagram-Account ist eine Kampagne von "Addict Aide" und soll auf Alkoholmissbrauch aufmerksam machen.

1/12

Für den Erfolg von Louise – auf Instagram hat sie mittlerweile 37.000 Follower – hat die Werbeagentur BETC einiges in Bewegung gesetzt:

  • 2 bis 3 Bilder pro Tag hat "Louise" veröffentlicht. Zu den Zeiten, an denen besonders viele Instagram-Nutzer online sind.
  • Bildgestaltung und Wahl der Filter sind von Style- und Fashion-Bloggern abgeguckt.
  • Ein Bot hat dafür gesorgt, dass "Louise" mehr als 3000 wichtigen Instagram-Accounts folgt.
  • Außerdem hat die Agentur dafür gesorgt, dass "teenage key opinion leaders" mit 20.000 bis 100.000 Followern über "Louise" sprechen. Vermutlich ist dabei auch Geld geflossen.
Die Auflösung der Aktion gab es schließlich auf YouTube:

Wobei aber selbst die Macher der Kampagne sich nicht ganz sicher sind, ob das funktioniert hat. Auf Instagram finden viele weiter einfach ihre Bilder toll. Auf die Idee, Louise könne ein Alkoholproblem haben, kam kaum jemand.

Lass uns Freunde werden!


Queer

So verdreht die AfD Fakten, um gegen Schwule zu hetzen

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke ist der Rechtsaußen der Rechtsaußen-Partei. Er ist bekannt für rassistische Ausfälle – die AfD hält trotzdem noch zu ihm. Nun hetzt Höcke gegen Schwule, und verdreht dabei die Fakten.

Auf Facebook unterstellt Höcke dem Thüringer Landeschef Bodo Ramelow (Die Linke), er würde einen "Analsex-Workshop" fördern und dafür Gelder für Klassenfahrten streichen. Dazu schreibt Höcke, ein Seminar gelte der "'Fortbildung' homosexueller Männer" und sei "Bildungspolitik für'n Arsch."