Junge liebt Mädchen. Mädchen liebt Junge nicht – aber er überzeugt sie, indem er hartnäckig bleibt. Und schließlich gibt es doch ein Happy End.

So oder so ähnlich lassen sich viele Liebesfilme zusammenfassen. Doch ich finde dieses Motiv nicht romantisch – sondern problematisch. Denn es vermittelt den Zuschauerinnen und Zuschauern, dass es okay ist, die Grenzen anderer zu überschreiten, solange es vermeintlich für die große Liebe geschieht.

Deshalb hinterlassen heute viele Liebesfilme bei mir ein schlechtes Gefühl.

Welche mir dabei besonders negativ aufgefallen sind und warum sogar unsere echten Beziehungen von diesen Filmen beeinflusst sein könnten, erzähle ich im Video.

Mic Drop auf Snapchat

Mic Drop, das ist: Eine Person, ein Thema, eine Meinung. Jede Woche neu und zuerst bei Snapchat. 

Hier siehst du alle Folgen. 👻 


Today

Fox News zeigt Interview mit jungem Korruptionsgegner nicht, weil der Moderator ausrastet
Zum Glück ist die Szene nun doch im Netz.

Der Historiker Rutger Bregman ist 30 Jahre alt und nicht auf den Mund gefallen. Vieles auf der Welt läuft seiner Meinung nach ungerecht. In der Kurzfassung: Reiche verstecken ihre Gelder und werden noch reicher. Von Reichen finanzierte Medien verschleiern das – und schieben lieber alles auf Geflüchtete.

Genau mit dieser Kritik an dem korrupten Wirtschaftsystem der westlichen Welt saß Rutger Bregman bei der "Fox News"-Sendung von Tucker Carlson – und das Gespräch eskalierte.

  • Tucker Carlson gilt als einer der einflussreichsten Moderatoren beim umstrittenen Sender Fox
  • Das Medienunternehmen wird vom Milliardär Rupert Murdoch finanziert und schaut gerne von Rechts auf aktuelle Themen. 
  • Oft sind Formate aber auch deutlich rechtspopulistisch, Tucker Carlsons Sendung gilt als besonders einflussreich. 
  • US-Präsident Donald Trump gilt als einer seiner eifrigsten Zuschauer.

All diese Gründe dürften dazu geführt haben, dass das Gespräch schnell aus dem Ruder lief. Denn Rutger Bregman hielt genau das Tucker Carlson vor – und der war von dem Angriff hörbar überrumpelt. Irgendwann rief er dem jungen Historiker zu, sich "zu ficken" und nannte ihn einen "Idiot".

Was genau fordert Rutger Bregman?

Er war vor Kurzem beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dort kommen Geschäftsleute und Politiker aus aller Welt zusammen, um über die Probleme der Welt zu reden – Gastredner halten Vorträge. Unter anderem die Klimaaktivistin Greta Thunberg warnte in Davos eindringlich vor der globalen Erwärmung (bento).

Bregman schlug vor, Reiche stärker zu besteuern. Eine "Milliardärsklasse" würde ihr Geld auf Steuerparadiese wie die Cayman Islands schaffen, die Wirtschaft daheim kurbele das aber nicht an. Wenn ein Staat Probleme lösen könne, dann mit dem Geld, von dem Reiche sowieso viel zu viel haben. Keine neue Forderung, auch in Deutschland wird die Reichensteuer immer wieder diskutiert. 

Allerdings haben es wenige so direkt und wütend formuliert, wie nun Bregman. Genau deshalb bat ihn Carlson überhaupt zum Gespräch.

Wie lief das Fox-Gespräch ab?

Bregman ist Niederländer und wurde aus einem Studio in Amsterdam zugeschaltet. Das fertige Interview wurde nie ausgestrahlt, Bregman hat aber auf Twitter nachgefragt, wieso nicht. Und gleich mal klargemacht: Er hat selbst mitgefilmt.