In Folge 4 unserer Videoreihe "Ungehindert" spricht Janis über Dating, Selbstliebe und die queere Szene.

Janis McDavid hat ein Ziel: sich nicht von negativen Gedanken aufhalten lassen und sein Leben auskosten – mit Reisen, Partys, Dates.

Ungehindert

Ist man behindert oder wird man von der Gesellschaft behindert? In unserer Videoreihe stellen wir junge Menschen vor, die trotz Barrieren ihre eigenen Wege gehen. Jede Folge beleuchtet dabei ein anderes Thema: vom Studium zu Reisen oder Dating. 

Bis er seine Selbstzweifel überwunden hatte, war es für den 28-Jährigen allerdings ein langer Weg. Janis kam ohne Arme und Beine zur Welt. In seiner Kindheit und Jugend wünschte er sich oft, wie alle anderen zu sein. Der Vergleich mit anderen machte es ihm schwer, sich in seinem Körper wohlzufühlen. 

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Du lässt dich von negativen Stigmatisierungen und gesellschaftlichen Barrieren nicht aufhalten und willst deine Geschichte erzählen? Egal ob zum Thema Dating, berufliche Erfolge, Wohnen oder Familie - schreibe mir eine Nachricht! phuong.tran@bento.de.

Irgendwann merkte Janis dann, dass er auf Männer steht. Keine Beine, keine Arme, und dann auch noch schwul – das ist zu viel, dachte er damals: "Dann findest du ja nie jemanden fürs Leben."

Wie Janis diese Gedanken überwunden hat und warum er auf Online-Dating keine Lust hat, erfährst du im Video oben.


Tech

Wir haben mit der Influencerin gesprochen, die auf TikTok vor einem Weltkrieg warnte – und jetzt angegriffen wird
"Viele alte Männer schreiben mir 'geh sterben'"

Das Video geht nicht einmal eine Minute, doch im Netz regen sich noch Tage später viele darüber auf. Am vergangenen Wochenende veröffentlichte die Münchner Influencerin Laura Sophie auf TikTok ein "Erklärvideo" für ihre Fans. Darin warnt sie ihre mehr als zwei Millionen Abonnentinnen und Abonnenten: "Der Dritte Weltkrieg wird vielleicht ausbrechen". 

Sie spricht über "extrem viele" iranische Atomwaffen und malt sich aus, was im Falle eines militärischen Konflikts mit den USA passieren könnte: "Sobald die USA anfangen zu kämpfen, treten Deutschland und Frankreich auch mit ein. Das sind alles Länder der Nato."

Diese Informationen sind teilweise fragwürdig – teilweise aber auch einfach falsch. Weder hat Iran nach bisherigem Kenntnisstand Atomwaffen, noch sind Nato-Bündnispartner verpflichtet, im Falle eines Krieges mitzukämpfen. Laura Sophie hat das Video deshalb inzwischen wieder von ihrem öffentlichen Profil entfernt. 

Doch auf Twitter kursiert Laura Sophies TikTok-Video weiter – meist verbunden mit Empörung über Influencer und deren mangelnde Medienkompetenz.

Auf TikTok war das Video am Wochenende jedoch ebenso wie auf Twitter nicht allein. Viele Nutzer, meist jung, verwendeten Hashtags wie #WWIII oder Stichwörter wie "World War 3", um nach der Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani (SPIEGEL) über einen möglichen Weltkrieg zu diskutieren. Die Videos und Tweets waren oft eine Mischung aus echter Angst und blühender Fantasie. In den USA führte die Aufregung zu technischen Problemen auf einer Internetseite der Regierung, die über Rekrutierungsbescheide des Militärs informiert (New York Times).

Für Laura Sophie hatte die Kontroverse um ihr Video jedoch noch andere Folgen. Nachdem sie in einem Statement ihrer Agentur bereits über Drohungen berichtete (Stern), spricht die 18-Jährige im Interview mit bento nun erstmals ausführlich über die Reaktionen auf ihr Video, aber auch über eigene Fehler – und persönliche Konsequenzen.

bento: Dein Video über den Iran-Konflikt und einen möglichen Dritten Weltkrieg hat für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt. Welche Reaktionen hast du seitdem erhalten? 

Laura Sophie: Ich erhalte seit Tagen viele negative, verletzende und hasserfüllte Nachrichten. Allerdings nicht von meinen Followern, sondern von fremden Personen, die anscheinend auf Twitter auf mich aufmerksam geworden sind.