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"Ich erinnere mich an mein Schlachtfeld." – Die vier stärksten Zitate

Schauspielerin Keira Knightly äußert sich gerne zu Themen rund um Feminismus, Mutterschaft und Gleichberechtigung. Jetzt hat sie ein Essay veröffentlicht, in dem sie sich unter anderem darüber aufregt, wie Geburten beschönigt werden. Herzogin Kate nennt sie dabei als ein besonderes Beispiel.

Was schreibt Keira Knightley?

Das Essay trägt den Titel "The Weaker Sex" ("Das schwächere Geschlecht"), auf Refinery29 wurden Auszüge daraus veröffentlicht. Die Schauspielerin berichtet in drastischen Worten von der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2015 und von dem Druck, der auf Müttern liegt, nach einer Geburt möglichst schnell wieder makellos auszusehen.

Dabei verläuft eine Geburt ganz und gar nicht makellos.

Ich erinnere mich an die Scheiße, das Erbrochene, das Blut, die Stiche. Ich erinnere mich an mein Schlachtfeld. Dein Schlachtfeld und dein Leben pulsierten. Überleben. Und ich bin das schwächere Geschlecht? Bist du es?

Keiry Knightley bekam ihre Tochter einen Tag, bevor Herzogin Kate ihre Tochter Charlotte bekam. Im Krankenhaus hat Knightley im Fernsehen gesehen, wie Herzogin Kate nur sieben Stunden nach der Geburt ihrer Tochter das Krankenhaus verließ. 

Wir stehen auf und schauen auf den Fernseher. Sie ist sieben Stunden nach der Geburt aus dem Krankenhaus entlassen worden, ihr Gesicht ist geschminkt und sie trägt High Heels. Das Gesicht, das die Welt sehen will.

Aber die Realität sieht anders aus.

Verbirg es. Verbirg unseren Schmerz, dass unsere Körper reißen, unsere Brüste lecken, unsere Hormone toben. Sieh schön aus. Sieh stilvoll aus, zeig dein Schlachtfeld nicht, Kate. Sieben Stunden nach deinem Kampf um Leben und Tod, sieben Stunden nachdem dein Körper zerrissen wurde, und blutiges, schreiendes Leben heraus kommt. Zeig es nicht. Sag es nicht. Steh dort mit deinem Mädchen und werde von einem Rudel männlicher Fotografen abgelichtet.

Knightley erzählt auch, wie sie bei ihrer Arbeit von Männern behandelt wird. Und was für ein Druck auf ihr und weiblichen Kollegen liegt, was ihr Aussehen und Benehmen angeht.

Sei schön. Steh da. Sag mir, was es heißt, eine Frau zu sein. Sei nett, hilfsbereit, sei schön, aber nicht zu schön, sei dünn, aber nicht zu dünn, sei sexy, aber nicht zu sexy. Sei erfolgreich, aber nicht zu erfolgreich. Trage diese Kleidung, sieh so aus, kaufe diese Sachen.

Das Essay ist in "Feminists Don't Wear Pink (And Other Lies)", herausgegeben von Scarlett Curtis, erschienen. In dem Buch haben verschiedene Frauen, von Hollywood-Schauspielerinnen bis zu Aktivistinnen im Teenager-Alter, Aufsätze zum Thema Feminismus veröffentlicht.


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