Bild: Imago/Westend61

Wenn wir geboren werden, wird in unseren Dokumenten ein Geschlecht eingetragen. Die Entscheidung wird dabei nach einfachen Kriterien gefällt: Hat das Kind einen Penis? Junge. Hat das Kind eine Vagina? Mädchen. Was aber, wenn das Kind mit dieser Zuordnung nach ein paar Jahren feststellt, dass es sich gar nicht fühlt wie ein Junge? 

Um diesem Schubladendenken zu entgehen, hat ein Elternteil in Kanada jetzt durchgesetzt, dass zumindest auf der Gesundheitskarte des acht Monate alten Kindes kein Geschlecht vermerkt ist. 

Was steckt dahinter?

Ein Elternteil des Kindes, Kori Doty, identifiziert sich selbst weder als männlich noch als weiblich. Kori Doty lebt als non-binary Transgender. Aus diesem Grund hat sich Kori Doty dafür entschieden, dass das Kind sein Geschlecht selbst entdecken soll. 

Seit der Geburt kämpft das Elternteil dafür, dass das Geschlecht in den offiziellen Dokumenten nicht eingetragen wird. Jetzt scheint immerhin ein Teilerfolg erreicht zu sein. In der Gesundheitskarte (ähnlich der deutschen Krankenkassenkarte) wurde deswegen bei dem Punkt "Geschlecht" einfach ein "U" (für "undetermined") eingetragen.

Was bedeutet Transgender?

Die Begriffe Transsexualität, Transgender oder Transidentität werden meist synonym verwendet und beschreiben den Zustand, wenn die eigene Geschlechtsidentität nicht mit dem biologischen Geburtsgeschlecht übereinstimmt. Hierbei definiert sich die Geschlechterrolle jedoch nicht durch nur die Sexualität, sondern durch die ganze Persönlichkeit des Menschen. Transidente wollen in erster Linie sozial als Angehörige des anderen Geschlechts akzeptiert werden.

"Ich erziehe Searyl so, bis es sich selbst gefunden hat. Und einen Wortschatz entwickelt hat, um mir zu sagen, wer es ist. Für mich ist es ein Baby. Ich versuche ihm all die Liebe und Unterstützung zu geben, die es braucht, damit es ohne Einschränkungen wie 'Mädchen' oder 'Junge' die Person werden kann, die es will", sagt Kori Doty gegenüber CBC

Laut kanadischen Medien ist es die weltweit erste Gesundheitskarte, in der kein eindeutiges Geschlecht vermerkt ist. (BBC)


Food

Warum geben Restaurants uns nicht einfach normale Teller?

Essen gehen ist eigentlich eine feine Sache. Man muss nicht selber einkaufen, wird bekocht und bedient, und spülen muss man hinterher auch nicht.

Es gibt allerdings eine Sache, die das Auswärts-Ess-Erlebnis zunehmend vermiest: Restaurants, die denken, sie müssten sich besonders originelle Wege überlegen, ihre Mahlzeiten zu servieren.

Spätestens, wenn man versucht hat, eine dahinschmelzende Eiskugel von einer Schieferplatte zu kratzen, stellt man sich die Frage: Was war eigentlich verkehrt am guten, alten Teller?

Der Twitter Account 'We want plates', also: 'Wir wollen Teller', hat es sich zur Aufgabe gemacht, besonders furchtbare Teller-Alternativen zu sammeln. Eine gleichnamige Community auf Reddit ist ebenfalls voll von abschreckenden Beispielen.