Bild: Getty Images/Twitter; Montage: bento

Kanada meint es ernst mit der Gleichberechtigung. Gerade erst hat das Land seine Nationalhymne geschlechtsneutral angepasst (mehr dazu hier), nun hat der kanadische Premier Justin Trudeau bei einer Veranstaltung erklärt, wie er sich geschlechtsneutrale Sprache vorstellt. Und zwar eher ungeschickt.

Trudeau hat extra eine junge Frau in ihrer Rede unterbrochen – um ihr zu sagen, wie sie ihre Sprache weniger frauenfeindlich gestalten kann.

Die Frau hatte das englische Wort "mankind" verwendet. Es bedeutet "Menschheit", trägt aber das Wort "Männer" mit im Namen. Trudeau empfahl ihr, lieber "peoplekind" zu sagen – also in etwa "Menschenheit".

Konkret sagte Trudeau:

Wir sprechen hier lieber von 'peoplekind', nicht unbedingt von 'mankind'.

Hier ist die Szene auf Video:

Der Mansplaining-Moment passierte bei einer Bürgersprechstunde – Kanadier konnten Trudeau alle möglichen Fragen stellen. Die junge Frau, die gerade sprach, gehörte einer christlichen Organisation an und wollte mehr über die Regierungspolitik in Bezug auf religiöse Stiftungen erfahren. 

  • Sie sagte dabei den Satz: "Maternal love is the love that is going to change the future of mankind."
  • Also: "Mütterliche Liebe ist die Art Liebe, die die Zukunft der Menschheit ändern wird."

An der Stelle unterbrach sie Trudeau und korrigierte ihre Sprache. Für den Einwand bekam er viel Applaus, die Fragestellerin dankte ihm ebenfalls für den Hinweis. (Fox News/Bustle)

Auch wenn der Einwurf vor Ort gut ankam, auf Twitter bekam Trudeau später Kritik.

Der Schriftsteller Warren Kinsella zum Beispiel nannte das Mansplaining "dumm" und meinte damit, es werde einem sensibleren Umgang zwischen den Geschlechtern nicht weiterhelfen. 

Vielmehr würde es Konservative dazu animieren, den Augenblick nun wochenlang "als Kriegsverbrechen" zu stilisieren – was ebenfalls "dumm" sei.


Gerechtigkeit

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