Die Single-Porträts...

... stammen von "im gegenteil". Ein Online-Magazin, das seit 2013 wöchentlich Singles aus ganz Deutschland vorstellt, die Lust haben, jemanden kennenzulernen. Das wollen wir unterstützen – und zeigen wöchentlich einen der Menschen, die die Liebe suchen.

Als Lisa aus Lübeck uns an einem Sonntagmittag in die Arme läuft, strahlt sie mit der Frühlingssonne um die Wette. Dass sie gestern Nacht bis 6 Uhr um die Häuser gezogen ist, sieht man ihr kaum an. 

Bevor Lisa mit Cola und Bier die Lübecker Innenstadt unsicher machen konnte, ist sie im Juli 1988 in Iserlohn geboren. Die freshe Sportskanone fing mit zehn Jahren an, Feldhockey zu spielen.

Sowieso war Lisa in ihrer Kindheit mehr Sporty-Spice als ein typisches Mädchen. Angst hatte sie keine und als Sandwich-Schwesterchen zwischen einer älteren Schwester und einem jüngeren Bruder weiß sie eh, was es bedeutet, sich behaupten zu müssen. 

Wirklich gestritten haben die drei allerdings nicht. Im Iserlohn'schen Familienhaus herrscht Frieden und ganz viel Liebe. Außer beim Monopoly. Da hat Lisas Vater immer geschummelt. Das ist zwar vergeben, aber nicht vergessen.

"Meine Familie ist mir wirklich unfassbar wichtig. Trotzdem bin ich die Einzige, die die Stadt verlassen hat." 

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In der Schulzeit spielte sich Lisa sportlich-rockig in die Hockey-Regionalliga, verbrachte ihre Abizeit mit trashigem House und mitteldurchschnittlichen Noten

Nach dem Abi ging es direkt nach München. Ab in die Küche. Und zwar mit Sternen!

Im renommierten Bayerischen Hof lernte sie Köchin bei Feinkost-Käfer. Neben turboschnellem Zwiebelschneiden und großartiger Bolognese lernte sie vor allem, dass – genau wie im Sport, – alles im Team etwas leichter ist. 

Nachdem ihr in der Küche zwar nie ein Gericht, dafür aber die Motivation etwas weggebrannt war, entschied sie sich, für ein Jahr nach Australien zu gehen.

Es führte sie zum Great Barrier Reef, wo sie nicht nur mit Fischen, Schildkröten und über Korallenriffe schnorchelte, sondern auch ein gut besuchtes Segelschiff als Tourguide, Feel-Good-Managerin und Köchin betreute. 

182 Tage lang Sonne, Sand, Meeresluft und keine Schuhe!

"Aus Australien habe ich vor allem mitgenommen, dass man den Moment lieben sollte und unsere deutsche Tugend, immer fleißig und effizient zu sein, auch ganz schön anstrengend sein kann. Ich war dort so entspannt wie nie. Das tat mir nach der stressigen Zeit in der Küche echt gut."

Doch nach ihrer Rückkehr packte Lisa wieder der Ehrgeiz. In Rostock machte sie, bei ihrer Tante lebend, ihre Fachwirtin in Gastronomie. Dann bewarb sie sich, mutig wie immer, auf eine Marketing-Stelle bei einem großen Lebensmittelhersteller – und schwups: Jetzt ist sie projektleitende Marketingmanagerin, die nebenbei noch im Fernstudium BWL im Bachelor absolviert. 

Lisa wohnt jetzt seit zwei Jahren in Lübeck. Sie liebt sonnige Nachmittage in der Innenstadt, genauso sehr wie ihre Wohnung und ihr türkisfarbenes Hollandrad, mit dem sie zur Arbeit radelt. 

Freie Samstage verbringt sie lieber am Niendorfer Strand als mit Shopping-Bags. In den zwei Jahren in Lübeck hat sie bereits wundervolle Freunde gefunden, mit denen sie das Hüx oder den Blauen Engel unsicher macht. Hier tanzt sie oder lauscht Live-Musik.

Am liebsten hört Lisa deutsche Singer-Songwriter wie Philipp Poisel oder Pohlmann. Bei Schlager hingegen verlässt deshalb auch sie gerne mal fluchtartig den Club. 

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Am liebsten kocht Lisa selbst. Zum Beispiel für ihre Oma Waltraud. Wenn die in Lübeck vorbeischaut, dann gibt es Museumsbesuche, frische Waffeln und viele Gespräche.

Da ist Lisa besonders wichtig. Gute Gespräche. Mit Tiefe. Ehrlichkeit. Ohne philosophischen Duellier-Club-Charakter.

Lisa ist sowieso sehr gelassen. Tolerant. Meistens. Außer auf dem Weg zu uns ins Café. "Ich bin einfach sau blöd von jemandem angequatscht worden, sowas irritiert mich. Aber sonst bringt mich eigentlich nichts aus der Ruhe. Außer Wespen und Bienen!"

Zu ihrem 18. Geburtstag hat sie ein Buch von ihrer Mutter geschenkt bekommen, in dem sie alle Sprüche und Gedanken, die sie motivieren, inspirieren oder berühren, festhalten kann. Zum Beispiel: "Wenn nicht das passiert, was du dir gewünscht hast, passiert das, was vielleicht viel besser für dich ist!" 

Mit diesem Urvertrauen in das Schicksal und den Glauben an das Leben, begibt sich Lisa auf immer neue Abenteuer.

Letztes Jahr erst war sie zum Beispiel Backpacken in Thailand, Malaysia und Singapur. Highlight: Elefanten waschen – und die Gewissheit haben, dass sie überall auf der Welt zurechtkommt.

Text: Lara, Fotos: Roman. Mehr über Lisa hier.


Gerechtigkeit

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Die Obergrenze war eine der wichtigsten Wahlkampfforderungen der CSU: Maximal 200.000 Flüchtlinge sollten pro Jahr in Deutschland aufgenommen werden, sonst würde er keinen Koalitionsvertrag unterschreiben. Das hatte Horst Seehofer (CSU) immer wieder verkündet und so steht es auch im Wahlprogramm der CSU.