Bild: Unsplash/Josh Felise

Krebs. Diese Diagnose bedeutet in aller Regel nicht nur existenzielle Ängste, sondern auch viele weitere belastende Alltags-Momente: Die erste Chemotherapie, Haarverlust und lange Aufenthalte im Krankenhaus.

Diese Erlebnisse hat eine 19-Jährige Leukämiekranke auf Jodel mit Hunderten Nutzern geteilt – bis sie offenbar vor wenigen Tagen an ihrer Krankheit starb. Viele Jodel-Nutzer hat ihr Schicksal bewegt. Die junge Frau hat sie dazu gebracht, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen.

Vor knapp einem Jahr begann die Geschichte der 19-Jährigen auf Jodel.

Damals teilt sie ihre Sorgen zum ersten Mal anonym.

(Bild: Screenshot Jodel)

Seitdem verfolgen Hunderte Jodel-Nutzer den Krankheitsverlauf der 19-Jährigen. Sie berichtet offen – über bevorstehende Arzttermine und neue Diagnosen, teilt auch ihre Ängste.

Andere Nutzer unterstützen das Mädchen und versuchen, sie in eigenen Posts aufzumuntern. 

Wer hinter dem anonymen Jodel-Account steckt, wissen wir nicht. Auch ist nicht sicher, ob alle Angaben in den Posts korrekt sind. Obwohl die Identität der jungen Frau nicht bekannt ist, berührt ihr Schicksal viele Nutzer.

Die 19-Jährige lässt wildfremde Menschen an ihrem Leben mit Leukämie teilhaben. 

Monat für Monat gibt die Patientin der Jodel-Community ein Update. Sie dokumentiert den Verlauf der Chemotherapie, teilt die neuesten Einschätzungen der Ärzte.

Viele Nutzer fühlen sich von den offenen Worten der 19-Jährigen inspiriert. Sie senden ihr Genesungswünsche, ermutigen sie, berichten von ihrer Entscheidung, sich als Knochenmarkspender registrieren zu lassen.

Die große Anteilnahme rührt die 19-Jährige jedes Mal aufs Neue. Die vielen Kommentare geben ihr Kraft. 

Schließlich teilt sie ihre wohl schwerste Entscheidung mit den anderen Jodlern: 

Dieser Post liegt fast vier Monate zurück. Von Tag zu Tag geht es der 19-Jährigen schlechter – auch das teilte sie auf mit der Community. Schließlich entscheidet sich die Frau, nicht weiter auf Jodel zu posten. Trotzdem reagieren immer noch viele Leute auf ihre Geschichte.

Vor knapp zehn Tagen erscheint schließlich ein trauriger Post im Namen der 19-Jährigen: 

Die Geschichte der anonymen Jodlerin zeigt, wie schnell und extrem sich ein Leben durch eine Krebsdiagnose verändern kann. Die große Anteilnahme war für die 19-Jährige offenbar eine wichtige Stütze und die Plattform Jodel ein Ort, an dem sie sich mit ihrer Krankheit auseinandersetzen konnte.

Immer noch kommentieren Nutzer ihre Geschichte.

Viele Posts zeigen Bilder von Briefen der DKMS, der deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Per Post lassen sich die Nutzer ein Set zuschicken, mit dem sie sich kostenlos als Knochenmarkspender registrieren lassen können. 

Hier kannst du die gesamte Geschichte auf Jodel nachlesen. 


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