Bild: Unsplash/ Tamara Menzi/ Montage: bento
Der Prof will etwas "privat" besprechen. Zu pikant, um wahr zu sein!

Eine emotionale Geschichte, die sich als Fake entpuppt – das ist im Internet definitiv nichts Neues. Diese Story auf Jodel zeigt aber, wie enttäuschend es ist, wenn Hunderte Jodel-Nutzer einer Jodlerin vertrauen, aber sie sich als Lügnerin herausstellt. 

Was ist passiert?

Am Montag veröffentlichte Jodel-Nutzerin Anna, dass sie von einem Professor um ein dringendes Gespräch gebeten wurde. Dieses würde in Tübingen, ihrer ehemaligen Heimatstadt, stattfinden – der Professor käme sogar für die Fahrtkosten auf. Sie müsse aus der Ferne anreisen. 

(Bild: Jodel)

Das Protokoll eines irren Chats:

Zunächst liefert Anna Beweise für ihre Geschichte. Ein Screenshot zeigt eine E-Mail, die sie von ihrem Professor erhalten haben soll.

Doch als andere Nutzer sie darauf aufmerksam machen, dass ihr Name zu lesen ist, löscht sie das Bild wieder. Der zweite Screenshot zeigt einen WhatsApp-Verlauf, der erste Zweifel aufkommen lässt:

(Bild: Jodel)

Den Jodlern fallen Rechtschreibfehler und Fehler in der Zeichensetzung auf, außerdem würde sie viel zu schnell antworten. Viele würden sich in so einer Situation einige Minuten nehmen, um zu überlegen. Anna erklärt, sie wolle noch am gleichen Tag nach Tübingen fahren und ihren Professor in einem Café treffen. 

Das lässt Raum für Spekulationen und die Nutzer stellen erste Theorien auf.

Der Professor wolle sie ins Bett bekommen. Das schließt Anna aus, er sei schließlich "glücklich verheiratet", sie in einer Beziehung. 

Die zweite Theorie: Der Professor könnte ihr Vater sein. Nicht ganz abwegig. Anna erzählt, sie kenne ihren leiblichen Vater nicht. Schnell findet sich ein passendes Hashtag: #ProfessorPapa. Und die Zahl der Kommentare steigt mit jeder Sekunde, insgesamt sind es innerhalb kürzester Zeit 300. 

Die Jodler sind aufgeregt, werden angesichts des potenziellen Vater-Tochter-Treffens emotional und warten gespannt auf Neuigkeiten. Und sie kommen. Der Professor könnte tatsächlich ihr Vater sein, schreibt Anna.

Sie wolle sich mit ihrer Mutter beraten und sich dann auf Jodel zurückmelden. Das geht ziemlich schnell und so teilt sie mit, dass sie nicht die Absicht habe, weiterhin in Kontakt zu ihrem "Vater" zu stehen. 

Die Jodler stehen Anna bei und erzählen ihre eigenen Geschichten. Sie raten ihr, ihrem "Vater" eine Chance zu geben.

(Bild: Jodel)
(Bild: Jodel)

Die anderen Nutzer scheinen Anna beistehen zu wollen. Sie erzählen ihre Geschichten, vertrauen sich der Jodel-Community an. Doch dann kommt die große Enttäuschung. 

Nachdem einige Nutzer weitere Unstimmigkeiten in ihrer Geschichte entdecken, gibt Anna zu, sich alles nur ausgedacht zu haben – ihr Geständnis verschwindet aber kurze Zeit später von der Seite, weil es zu negativ bewertet wurde.

Die Nutzer, die ihre Geschichten erzählt haben, sind einfach nur sauer:

(Bild: Jodel)

Ein Nutzer unterstellt ihr, sie habe mit ihrer erfundenen Geschichte die Karriere des Professors zerstören können:

(Bild: Jodel)

Aber ein anderer Nutzer findet es gar nicht so schlimm. Schließlich sei es immer noch gute Unterhaltung gewesen.

(Bild: Jodel)

Aber für die meisten Jodler steht fest: Lügen geht gar nicht. Ganz nach dem Motto: Wer lügt, der jodelt kürzer.


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