Seit einigen Tagen zeigen sich Frauen auf Instagram mit einem kleinen Ananas-Anstecker. Er zeigt zwei Baby-Ananas, die sich anlächeln. 

Was aber zunächst niedlich aussieht, hat in Wahrheit einen ersten Hintergrund: Es geht um Unfruchtbarkeit.

Der Ananas-Pin soll darauf aufmerksam machen, dass sich nicht jedes Paar direkt einen Kinderwunsch erfüllen kann. Manche Frauen sind unfruchtbar, andere versuchen, mit künstlicher Befruchtung ein Kind zu bekommen. 

Und oft schweigen sie darüber. Zu groß ist die Scham, dass es mit dem Baby nicht klappt. 

So machen sich nun Frauen für das Tabuthema stark – und wollen für mehr Sichtbarkeit sorgen:
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Warum wird Unfruchtbarkeit oft tabuisiert?

Fruchtbarkeit wird mit einem gesunden, jungen Körper gleichgesetzt. Wenn sich ein Kinderwunsch nicht erfüllt, gilt das als Makel – selbst Paare, die ihr Kind mit künstlicher Befruchtung bekommen haben, erzählen nicht gerne davon. 

Dabei ist es diese Behandlung weit verbreitet: Allein 2015 wurden mehr als 20.000 Baby nach einer künstlichen Befruchtung geboren, drei Mal mehr als noch 2011 (SPIEGEL ONLINE).

Der Ananas-Pin wird mit dem Hashtag #IVFStrongertogether verbreitet. IVF steht für die Abkürzung "In Vitro Fertilization", lateinisch für "Befruchtung im Glas". Es ist der Begriff, der in der englischen Medizin für künstliche Befruchtung verwendet wird. Hinter dem Hashtag und der Ananas-Aktion steckt "IVF Babble", ein britisches Online-Magazin, das sich auf das Thema Kinderwunsch spezialisiert.

Die Ananas wählte das Magazin als Symbol, weil sie angeblich Fruchtbarkeit fördern soll. 

Die Hoffnung bleibt nun: Aus der Frucht entsteht der Mut, offen über Unfruchtbarkeit zu reden.

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